Eignet sich Leitungswasser für Babynahrung? 8 Fragen zu Babys und Wasser.

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Es ist so eine Sache mit der Trinkwasserqualität in Deutschland. Denn eigentlich ist sie sehr gut. Die gesetzlichen Vorschriften sollen sie sicherstellen.

Aber wie sicher kann man sich tatsächlich sein, dass das Wasser, das aus unserem ganz persönlichen Hahn kommt, ausreichend gut ist für unsere Babys? Denn über Ersatzmilch, über das Trinken, wenn sie ein bisschen größer sind und natürlich indirekt über die Milch der Mutter bekommen sie das mit, was bei uns aus der Leitung kommt.

Können wir der Qualität unseres Trinkwassers vertrauen, welche Faktoren haben darauf Einfluss und wann müssen wir selbst genauer hinschauen und vielleicht sogar einen Baby Wassertest durchführen?

Wir beantworten in diesem Artikel die häufigsten Fragen zum Thema.

An dieser Stelle bedanke ich mich bei den Experten von IVARIO mit deren Hilfe und Sponsoring ist dieser Artikel entstanden. Daher kennzeichne ich ihn ganz ordentlich als Werbung. Lege euch aber auch nahe direkt dort mal vorbei zu schauen. Denn mit ihrem Baby Wassertest tragen sie wesentlich zur Sicherheit und Unbedenklichkeit unseres Leitungswassers bei.

Aber jetzt zu den Fragen. (Und falls am Ende des Artikels noch nicht alle eure Fragen beantwortet sind, dann lasst es mich in einem Kommentar wissen.)

1 – Wie gut ist unser Leitungswasser im Normalfall und warum sollte man es Mineralwasser aus der Flasche vorziehen?

Baby Wassertest

Leitungswasser hat jede Menge Vorteile. Nicht nur für den, der es trinkt, sondern für uns alle.

Für den Einzelnen ist Leitungswasser günstiger und oft sogar besser als das Wasser, das aus der Flasche kommt. Es ist streng reguliert in Deutschland und weist flächendeckend eine sehr hohe Qualität auf. Es ist als Trinkwasser geeignet.

Dazu kommt, dass Leitungswasser im Gegensatz zum Flaschenwasser viel weniger belastend für die Umwelt ist. Herstellung, Verpackung, Transport. Das alles kann man sich sparen, wenn einfach nur der Hahn aufgemacht wird und uns kühles Wasser entgegen sprudelt.

Laut Verbraucherzentrale ist Leitungswasser sogar 600 Mal besser für die Umwelt als Flaschenwasser.

2 – Eignet sich Leitungswasser überhaupt für Babys zum Trinken und zum Anrühren von Ersatzmilch und Babynahrung?

Baby Wassertest

Grundsätzlich auf jeden Fall! Denn das Leitungswasser in Deutschland unterliegt strengsten Kontrollen, muss den gesetzlichen Grenzwerten entsprechen und ist flächendeckend unbedenklich.

Allerdings hört die Verantwortung des Gesetzgebers da auf wo die eigenen Leitungen innerhalb des Hauses oder der Wohnung beginnen.

Nur wer garantieren kann, dass das Leitungswasser durch Rohre, Leitungen und Armaturen innerhalb des eigenen Zuhauses nicht verschmutzt wird, kann es auch ohne Bedenken für Babynahrung verwenden.

3 – Welche Faktoren haben Einfluss auf die Qualität und Sicherheit des Leitungswassers?

Die Trinkwasserverordnung stellt sicher, dass gutes Wasser an unsere Haustür geliefert wird.

Bei der örtlichen Wasserversorgung (Googlesuche Wasserversorgung + euer Ort/eure Stadt) könnt ihr euch über die Herkunft, Zusammensetzung und genauen Werte eures Leitungswassers informieren.

Dieses wird engmaschig kontrolliert und muss der ‚Verordnung über die Qualität für den menschlichen Gebrauch‚ entsprechen. Diese Verordnung ist dafür da, sicher zu stellen, dass das Wasser unbedenklich für euch und eure Babys ist.

Allerdings hört die Verordnung da auf, wo das Wasser euer Privatgrundstück oder das Grundstück eures Vermieters betritt.

Deshalb gilt:

Vorsicht bei nicht regelmäßiger Wartung der Leitungen und Wasseranlagen!

Wasserrohre und daran angeschlossene Geräte sollten regelmäßig geprüft und gewartet werden. In Mietshäusern ist das Sache des Besitzers. In Mehrfamilienhäusern muss die Wasseranlage außerdem regelmäßig auf Legionellen überprüft werden. Geschieht das nicht, kann eine ausreichend gute Wasserqualität nicht sichergestellt werden.

Baby Wassertest

Vorsicht vor Bleileitungen!

In Gebäuden in denen noch Bleileitungen verbaut sind, sollte kein Wasser aus den Leitungen getrunken werden. Diese sind aber sehr selten und wurden nur bis Anfang der 70er Jahre verbaut.

Vorsicht vor neuen Rohren!

Neue Kupferrohre sondern bis etwas zu einem halben Jahr nicht unerhebliche Mengen von Kupfer ab, die sich dann natürlich im Trinkwasser wiederfinden. Für Neugeborene und kleinere Babys können diese Mengen durchaus schädlich sein.

Daher wird empfohlen, dass ihr in diesem Fall kein Wasser aus dem Wasserhahn für Babynahrung verwendet.

Vorsicht vor Hausbrunnen!

Die Verbraucherzentrale warnt auch vor Wasser aus Hausbrunnen. Denn dieses kann einen niedrigeren PH-Wert aufweisen, ist damit saurer und löst mehr Metalle aus den Hausrohren. In diesem Fall macht es durchaus Sinn, das Wasser testen zu lassen und sich mit dem örtlichen Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen.

Vorsicht bei alten/verbrauchten/verschmutzen Armaturen!

Die wahrscheinlich größte Gefahr geht von unhygienischen Armaturen aus. Hier sammeln sich oft Schmutz und Bakterien und haben ein ideales feucht-warmes Klima, um sich so richtig wohl zu fühlen.

Muss das Trinkwasser durch dieses Milieu, nimmt es selbstverständlich auch diese mit ins Glas oder im schlimmsten Fall in die Babynahrung.

4 – Wann macht ein Test des Leitungswasser Sinn?

Ein Test eures Leitungswassers macht immer dann Sinn, wenn ihr euch der Qualität nicht hundertprozentig sicher sein könnt. Die folgenden Fragen solltet ihr mit ‚ja‘ beantworten können:

  • Habt ihr euch über die Trinkwasserqualität in eurem Ort/Stadtteil informiert und ist diese ausreichend gut?
  • Kennt ihr die Beschaffenheit eurer Wasserrohre und der Wasseranlage?
  • Wisst ihr wann eure Rohre und alle damit verbundenen Geräte eingebaut wurden?
  • Werden die Rohre und Wasseranlage in eurem Haus/eurer Wohnung regelmäßig gewartet?
  • Gibt es regelmäßige Tests auf Legionellen in eurem Mehrfamilienhaus?
  • Sind die Armaturen noch voll funktionsfähig und können sie regelmäßig innen und außen gereinigt werden?

5 – Wie und wo kann man kann man einen Baby Wassertest durchführen lassen?

Habt ihr eine oder mehrere der oberen Fragen mit ‚Nein‘ beantwortet, dann solltet ihr über einen Test nachdenken.

Tests gibt es inzwischen jede Menge. Sie sind schnell, zuverlässig und relativ kostengünstig. Wir empfehlen den Test von IVARIO, da es sich hier um einen speziellen Baby Wassertest handelt.

Der Test untersucht auf:

  • Blei
  • Kupfer
  • Nickel
  • Nitrit
  • Nitrat
  • Natrium
  • Sulfat

6 – Wie verwendet man Leitungswasser für Baby-Ersatzmilch und Babynahrung am sichersten?

Hahn auf, Wasser rein?

Leider ist es nicht ganz so einfach, denn wie oben schon gelesen, hängt die Wasserqualität im Fläschchen nicht nur von der Reinen Qualität des Wassers ab, wenn es durch die Leitung kommt.

Da gibt es auch noch die Rohre und natürlich das Endstück, der Wasserhahn. Wenn ihr die Qualität eures Leitungswassers schon überprüft habt, dann gibt es noch einen kleinen Tipp:

Damit ihr kein Wasser ins Fläschchen oder den Babybrei bekommt, das schon seit Stunden oder gar Tagen im Hausrohr steht, solltet ihr das Wasser immer so lange laufen lassen, bis es klar und frisch aus dem Hahn kommt.

7 – Muss man Wasser für Ersatzmilch abkochen?

Eigentlich nicht. Solange ihr sichergestellt habt, dass euer Wasser auch von guter Qualität ist. Trotzdem kann es nicht schaden, wenn ihr gerade in den ersten kritischen und sensiblen Wochen mit eurem Neugeborenen das Wasser aus der Leitung vorher im Wasserkocher zum Kochen bringt und anschließend auf Körpertemperatur abkühlen lasst.

So machen wir es schon seit Generationen. Damit schließt ihr vor allem die Verschmutzung durch Bakterien aus, die gerne in und um das Spülbecken und eure Armaturen herum leben.

8 – Was kann man tun, wenn die Wasserqualität zu Hause nicht stimmt?

Das kommt natürlich ganz darauf an, woran es liegt und was genau das Problem ist.

Liegt es an den Armaturen? Dann bietet sich eine gründliche Reinigung oder ein Austausch an.

Liegt es an der Wasseranlage oder den Leitungen? Dann sollten diese entsprechend gewartet und unter Umständen ausgetauscht werden.

Zusätzlich kommen natürlich auch noch Filteranlagen in Frage. Allerdings rate ich euch in diesem Fall immer, einen Experten zu befragen, damit euer ganz individuelles Problem dann auch so gelöst werden kann, dass ihr das Wasser hinterher unbedenklich verwenden könnt. Sonst ist der ganze Zeit- und Kostenaufwand vielleicht sogar noch umsonst.

Und als allerletzte Möglichkeit, wenn ihr am eigentlichen Problem nichts machen könnt oder eine schnelle Übergangslösung braucht, dann macht es in einigen Fällen durchaus Sinn, das Wasser aus der Flasche zu nehmen.

Denn bei aller Umweltfreundlichkeit und bei allem Kostenbewusstsein geht die Gesundheit von euch und eurem Nachwuchs immer vor!


In diesem Sinne wünsche ich euch viel Gesundheit und eine schöne Zeit mit Baby.

Ganz liebe Grüße

Eure Katja

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