Wir werden immer wieder gefragt: Was braucht man denn nun auf jeden Fall fürs Baby? Die Frage ist schwer zu beantworten, da Bedürfnisse, Eltern und Babys so individuell sind. Deshalb beantworten wir an dieser Stelle lieber die Frage: Was sind unsere ganz persönlichen Lieblingsprodukte, auf die wir nicht hätten verzichten wollen?

Und damit geht es auch schon los ohne großes Geschwafel:

1. Eine gescheite Babytrage

Es gibt schon einen Grund, warum die Babytrage hier an oberster Stelle steht. Die Babytrage war für uns – und besonders für mich als Mama – ein echter Segen.

Das lag natürlich auch am Naturell unserer Tochter. Denn diese war ein echtes Känguru-Baby. Sie hat in der ersten Zeit nur am Körper und in Bewegung geschlafen und auch danach hat sie sich am allerliebsten ganz nah an Mamas oder Papas Brust gekuschelt während wir unterwegs waren.

 

Im Nachhinein weiß ich nicht, was ich ohne unsere Manduca – die Babytrage unserer ganz persönlichen Wahl – gemacht hätte. Ab etwa 8 Wochen haben wir sie im Dauereinsatz gehabt. Fürs Spazierengehen, fürs Kaffeetrinken, fürs Spülmaschine-einräumen, für unterwegs für ALLES.

(Wenn ich es hätte rechtfertigen können, hätte ich das Ding auch noch unter der Dusche getragen.)

Übrigens ist so eine Trage auch noch weit über das erste Jahr hinaus ein treuer Begleiter. Unsere Tochter ist jetzt fast 3 Jahre alt und möchte immer noch ab und zu getragen werden.

Wenn ihr noch keine Babytrage habt, dann schaut euch unseren Test an. Dort berichten wir über die Unterschiede der einzelnen Modelle:

==> Babytrage im Test. Die aktuellen Modelle im Vergleich.

2. Elastisches Tragetuch für die ersten Wochen

Aber was macht man denn nun in den ersten Wochen bevor die Babytrage so richtig zum Einsatz kommen kann?

Ja, ich weiß. Es gibt durchaus vernünftige Babytragen, die man schon ab Geburt nehmen kann. Unsere Favoriten in diesem Bereich sind die Marsupi-Trage, der Bondolino oder der Ergobaby mit Einsatz.

tragetuch neugeboreneDiese Tragen kann man schon für die Allerkleinsten nehmen. Kann man. Muss man aber nicht.

Denn für kleines Geld kann man sich für die ersten Wochen ein elastisches Tragetuch besorgen.

Elastische Tragetücher haben den Vorteil, dass sie die Zwerge wie einen Kokon umschließen und ein vollständiges Kuschel- und Wärmegefühl geben. Dabei haben elastische Tücher den Vorteil, dass sie gerade für die Kleinsten sehr gut geeignet sind. Sie sind darüber hinaus leichter zu binden. Gerade für Mamas, die noch ein bisschen eingeschränkt in der Bewegung sind oder noch nicht ganz körperlich fit, sind sie eine gute Alternative.

Übrigens: Elastische Tragetücher funktionieren auch wunderbar als Barriere im Supermarkt, damit nicht jeder euer Neugeborenes anfasst (oder bei Tante Henriette).

Wir haben euch hier ein paar unserer Lieblingstücher verlinkt:

==> Elastische Tragetücher in den Kategorien Funktion, Nachhaltigkeit und Preis

3. Ein Stillkissen. Ernsthaft. Ihr braucht ein Stillkissen.

Ich weiß gar nicht so richtig wo ich hier anfangen soll. Theoretisch weiß ich, dass ein Leben ohne Stillkissen möglich ist. Schließlich habe ich es auch 35 Jahre lang ohne ausgehalten.

Aber jetzt, nachdem ich mein gutes Theraline schon über 3 Jahre in Gebrauch habe, kann ich mir kaum vorstellen, es nochmal ohne zu versuchen.

Aber ich erspare euch an dieser Stelle die langen Ausführungen. Denn über Stillkissen haben wir schon in aller Ausführlichkeit berichtet und euch auch unsere Favoriten vorgestellt. Klickt auf den Link und erfahrt alles Wichtige:

==> Warum ihr dringend ein Stillkissen braucht und welches das Richtige für euch ist

4. Kinderwagen – denn nirgendwo sonst schläft es sich so friedlich

Es gibt einen Grund, warum wir uns auf dieser Seite noch nicht wirklich an das Thema Kinderwagen gewagt haben. Es ist uferlos, komplett individuell, und eigentlich sollte man so einen Kinderwagen immer selbst ausprobieren.

Aber auf diese Liste gehört er natürlich.

Daher stellen wir kurz unser Gefährt vor, und erzählen euch, wie wir zu unserem Kinderwagen gekommen sind. Die Wahl haben wir übrigens nie bereut.

Eure Wahl wird ganz bestimmt ganz anders aussehen. Daher zu Allererst die Liste unserer Kriterien:

  • Robuster Kinderwagen, der auch im Gelände gut zurechtkommt
  • Kinderwagen, der auch fürs Joggen geeignet ist
  • Wir wollten für die komplette Zeit nur einen Kinderwagen
  • Wir wollten nicht mehr als 600€ ausgeben

Was uns weniger wichtig war:

  • Gewicht, da wir den Kinderwagen hauptsächlich im Auto und nicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln transportieren würden
  • Viele Zusatzfunktionen
  • Kindersitzkompatibel

Die Auflösung vorweg: Wir haben uns für den Baby Jogger Summit X3 entschlossen (Link zu Amazon) mit passender Babyschale (Link zu Amazon) für die ersten Monate.

Der Kinderwagen hat perfekt zu uns gepasst. Er ist wendig und kommt auch im engsten Supermarkt gut zurecht, hat große Luftreifen und ein feststellbares Vorderrad, damit man damit auch joggen gehen kann, und er ist herrlich robust und für jeden Wald- und Wanderweg geeignet.

Wir haben das gute Stück wirklich genutzt. Im ersten Jahr wollte unsere kleine ausschließlich im Tragetuch oder im Kinderwagen tagsüber schlafen. Das heißt, dass ich an den meisten Tagen morgens und nachmittags mindestens eine Stunde unterwegs war und so meine 10 km täglich gelaufen bin.

Babyausstattung Kinderwagen Babyausstattung Kinderwagen Babyausstattung Kinderwagen

Beim Joggen fand ich besonders praktisch, dass das Rad auch nach vorne gestellt werden kann, und somit der Radstand verlängert wird. Feststellen kann man das Rad mit einem einfachen Hebel an der Seite.

Auch praktisch: Der Wagen lässt sich mit einer Handbewegung zusammenfalten. Er ist etwas schwer, also nur bedingt für Innenstädtler und öffentliche Verkehrsmittel geeignet.

Aber schaut euch in jedem Fall auch die anderen Kinderwagen dieser Marke an. Die Liebe zum Detail macht wirklich Spaß, und die Preise sind im Vergleich zu anderen noch recht erträglich.

<div style="clear:both;"></div> Babyausstattung Kinderwagen Baby Jogger Summit X3

Wir haben einige Familien im Bekanntenkreis, die nur Gutes vom Baby Jogger City Elite oder vom noch kleineren City Mini berichten können.

Fazit: Unser Kinderwagen hat dafür gesorgt, dass das Baby ab und zu auch mal ein Nickerchen gemacht hat. Ich hätte ihn in keinem Fall missen wollen.

5. Kindersitz – Die Alternative zum Maxi-Cosi

Ich glaube nicht, dass ich euch davon überzeugen muss, dass ihr einen Kindersitz braucht. Zumindest dann, wenn ihr ein Auto habt und das auch benutzt.

Letztendlich gehört dieser aber trotzdem in diese Liste. Denn es war eines der Ausstattungsstücke, ohne die es im ersten Jahr (und natürlich auch jetzt noch) nicht gegangen wäre.

Und ich möchte den Platz hier nutzten, um euch darauf hinzuweisen, dass es durchaus Alternativen zum Maxi Cosi gibt.

Wir haben unseren Cybex Aton (Link zu Amazon) geliebt und genutzt, bis unsere Kleine etwa 13 Monate alt war. Inzwischen nutzen wir den Nachfolger, und sie schläft immer noch genauso gerne beim Autofahren wie vorher. Hier ein paar Eindrücke. Auf dem ersten Bild ist der Zwerg gerade 3 Tage alt.

babyausstattung Kindersitz Cybex Atonbabyausstattung Kindersitz Cybex Aton

Apropos Kindersitz. Falls ihr euch noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt habt, dann googlet in jedem Fall vor dem Kauf ‚Reboarder‘, also Sitze, in denen die Kinder umgekehrt sitzen. Das verringert die Verletzungsgefahr extrem. Unser aktuelles Modell ist der Cybex Gold Sirona (Gewichtsklasse 0 bis 18 kg).

babyausstattung Kindersitz Cybex AtonDiese können schon ab Geburt genutzt werden. Hätte ich das damals schon gewusst, dann hätten wir uns die extra Babyschale gespart. Aber bitte bedenken: Ihr könnt den Sitz dann nicht so einfach aus dem Auto herausnehmen. In der ersten Zeit ist das manchmal ganz praktisch.

6. Stoffwindeln – Weniger beschissen, als es sich anhört

Eigentlich habe ich schon fast alles gesagt, was ich zu dem Thema zu sagen habe:

==> Der große Ratgeber zum Thema Stoffwindeln

==> Stoffwindeln für Neugeborene

An dieser Stelle nur so viel: Sie sind auf lange Sicht kostengünstig, ökologisch sinnvoll, gut für die Babyhaut, weniger Arbeit als man denkt, weniger eklig als man denkt und waren für uns eine echte Bereicherung.

Ich kann euch nur empfehlen, es auszuprobieren.

7. Babybjörn – Man wippt und wippt und wippt und wippt

So eine Wippe ist schon was Schönes. Sie eignet sich zum Kuscheln, Vorlesen, Brei-füttern, Spielen, Kurz-die-Hände-frei-haben, Duschen…

test babywippenEs ist ein praktisches Gerät, das allen Beteiligten viel Spaß bereiten kann, wenn ihr es richtig benutzt.

Grundsätzlich gilt: Eine Babywippe ist keine Kinderaufbewarungsstation. Sie ist vielmehr eine Möglichkeit, euer Baby sicher abzulegen, spielen zu lassen, und euch mit ihm zu beschäftigen.

Wir haben uns für die Babybjörn-Wippe entschieden. Ganz einfach deshalb, weil sie ohne Strom funktioniert, hübsch aussieht und auch noch als Kinderstuhl benutzt werden kann. Allerdings mussten wir die Wippe abbauen, als unsere Tochter 2 Jahre alt war, da sich der kleine Rabauke damit fast durchs ganze Wohnzimmer katapultiert hat und es langsam gefährlich wurde.

Wenn ihr an einer Wippe interessiert seid, dann schaut euch unseren Wippen-Test an. Wir uns alle möglichen unterschiedlichen und beliebten Modelle angeschaut.

==> Aktuelle Babywippen im Vergleich

8. Baby-Vivo-Laufgitter – Es krabbelt!!

Und irgendwann in der zweiten Hälfte des ersten Jahres fängt das neue Menschlein langsam an, sich selbstständig fortzubewegen.

Laufgitter – ja oder nein? Das ist eine Frage, die jeder selbst beantworten muss.

Wir haben sie mit einem resoluten ‚ja‘ beantwortet. Aber schön sollte es sein, unserer Kleinen Spaß machen, und viel mehr sicherer Rückzugsort als Aufbewahrungsstätte sein.

Das haben wir glaube ich ganz gut hinbekommen mit einem Spielgitter, das so gar nicht nach Laufstall aussieht.

Mehr darüber lest ihr in unserem Artikel zum Baby Vivo Laufgitter:

==> Das beste Laufgitter der Welt

9. Babyphone – Es muss nicht immer das Teuerste sein

Wir haben uns mit Absicht für eines der einfachste Babyphones entschieden, das es zu kaufen gibt. Sender, Empfänger, Ton, fertig.

Inzwischen haben wir schon einige andere Lösungen getestet, die ziemlich cool und sehr technisch sind, aber ganz ehrlich? Manchmal tut es auch das Minimum.

Und uns war klar, dass wir uns nur verrückt machen würden, wenn wir die all-inclusive-Lösung mit Herztonmessung und Monitor hätten.

Also haben wir das Babyphone von IKEA gekauft – und haben es nicht bereut. Der Empfang ist gut, die Reichweite ist perfekt und es läuft immer noch.

Leider scheint es das Babyphone nicht mehr zu geben. Patrull war sein Name.

Vergleichbare Modelle sind die Einsteigermaschinen von Philipps Avent und Motorola hier für euch verlinkt:

Und irgendwann in diesem Jahrhundert wird es auch auf dieser Seite noch einen Test und Vergleich zu den verschiedenen Modellen geben. Aber nicht mehr heute und wahrscheinlich auch noch nicht nächste Woche. Wir sind eifrig am Testen und müssen uns noch ein bisschen schlauer machen.

10. Ein Beistellbett…

… haben wir nicht gehabt.

Wir haben uns mit einem Baby-Reisebett über lange Monate rumgeärgert, das unmöglich viel Platz neben dem Bett eingenommen hat. Es war außerdem denkbar unpraktisch und schmerzhaft mit meiner frischen Kaiserschnittnarbe das Baby ständig rein- und rauszuheben .

Aber wir sind ja schließlich Schwaben. Ein Reisebett hatten wir schon (geerbt von der Schwägerin) und wer braucht wegen ein paar Wochen schon ein extra Beistellbett.

Ha. Aus Wochen wurden Monaten. ICH HÄTTE EINS GEBRAUCHT (merkt ihr, dass ich immer noch bitter bin?)

Egal. Wir haben die Zeit überlebt.

Aber wenn irgendjemand aus meiner Erfahrung lernen kann, dann wäre es wenigstens nicht ganz umsonst gewesen.

Lasst euch deshalb sagen: Ihr braucht mit ziemlicher Sicherheit ein Beistellbett.

Warum?

  • In der ersten Zeit möchten und können die wenigsten Säuglinge schon alleine in ihrem eigenen Bett schlafen.
  • In der ersten Zeit sind Babys wirklich sehr klein und hilflos. Es ist nicht empfohlen, sie schon direkt im Elternbett schlafen zu lassen. Ein Beistellbett ist ein perfekter Kompromiss.
  • Wenn ihr stillt, dann ist es so viel einfacher, mal kurz auf die Seite zu rollen als das Kind aus seinem eigenen Bett zu heben. (Auch und gerade dann, wenn das Kind direkt neben dem Bett in einem Reisebett schläft…)
  • Ein Beistellbett nimmt viel weniger Platz weg als ein normalgroßes Babybett. (Oder ein Reisebett…)

Langer Rede kurzer Sinn: Beim nächsten Kind kaufe ich mir so eins (das zweite kann übrigens auch als Reisebett verwendet werden):

Chicco Beistellbett Next2me, light grey
Artsana Germany GmbH - Babyartikel
173,34 EUR

 

Falls ihr mit dem Gedanken spielt, diese Dinge zu verschenken, dann erkundigt euch doch bei den werdenden Eltern, welche Favoriten und Vorlieben sie haben. Diese Dinge sind wirklich essentiell. Sie sollten von denen ausgesucht werden, die sie später benutzen werden.

Ich hoffe das hilft euch weiter.

Bis zum nächsten Mal

Eure Katja

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