Die beste Trage für Neugeborene – gibt es die?

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Das ist doch die entscheidende Frage. Gibt es die beste Babytrage für Neugeborene? Wie sieht sie aus, wer stellt sie her, was kostet sie? Ist es Tragetuch oder Komforttrage? Mei Tai oder Sling?

Was ist die beste Trage für die kleinsten Babys?

So viele Tragehilfen

Es gibt endlos viele Babytragen, Tragehilfen und Tragetücher. Wie soll man denn da das perfekte finden? So einfach ist das gar nicht – vor allem beim ersten Kind, wenn alles neu ist und ihr noch keine Erfahrung habt. Denn natürlich wollen wir alle alles richtig machen.

Deshalb versuche ich heute Licht ins Dunkel zu bringen. Und dabei geht es speziell um die Allerkleinsten, die Neugeborenen, die Babys in den ersten vier Wochen. Denn die Zwerge sind wahrscheinlich die, die wir am besten schützen müssen.

Dabei habe ich mir alle möglichen Tragen ganz genau angeschaut und speziell unter dem Gesichtspunkt betrachtet, ob sie etwas für Neugeborene sind. Egal ob Tragetuch, Ring Sling, Mei Tai und Komforttragen – über alle berichte ich hier.

Kleiner Hinweis vor dem Start: Dieser Artikel ist nicht gesponsert und repräsentiert meine ganz persönliche Meinung und Erfahrung. Text und Bilder enthalten Partnerlinks und damit Werbung.

Für alle, die keine Zeit haben ein halbes Buch über Babytragen zu lesen

Unser Favorit für die ersten Wochen mit dem Neugeborenen ist ganz klar ein elastisches Tragetuch. Es ist günstig, endlos flexibel, schnell zu binden und kann ganz individuell und stufenlos auf die Bedürfnisse von Baby und Mama angepasst werden. Es macht alles mit, ist wunderbar kuschelig und bequem und wächst genauso wie das Baby jeden Tag ein bisschen mit.

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Babys sind Traglinge

Die ersten Wochen im Leben eines kleinen Menschen sind aufregend, überwältigend und können ganz schnell zu viel sein. In dieser Zeit gibt es kaum etwas Besseres, als sich ganz eng an Mama oder Papa zu kuscheln, alles andere auszublenden, den Herzschlag zu hören, sanft geschaukelt zu werden, und sich ganz sicher zu fühlen.

Und auch für die Eltern ist so eine Trage etwas Tolles. Das Kind ist ganz nah, du kannst immer mal am Köpfchen schnuppern, hast die Hände frei für kleine Arbeiten – Profis können ohne weiteres ein 4-Gang-Menü mit Kind vor dem Bauch kochen – und du weißt, dass es dem Wurm gut geht und er sich wohl fühlt.

Oft sind gerade die Kleinsten viel und lange in der Tragehilfe. Deshalb muss diese ergonomisch so gestaltet sein, dass sie vor allem Hüfte, Wirbelsäule und Nacken sanft unterstützt.

Wir möchten euch in diesem Artikel alle Information an die Hand geben, damit ihr die beste Babytrage für euer Neugeborenes auswählen könnt. Denn wie meistens gilt: Auf eure Bedürfnisse kommt es an.

Also weiterlesen! Wir finden die beste Babytrage für euren Säugling.

Was ist wichtig beim Kauf einer Babytrage?

Worauf müsst ihr achten, wenn ihr ein Tragetuch bzw. eine Tragehilfe speziell für Neugeborene kauft? Denn bevor ich euch sage, welches mein Favorit ist, solltet wir kurz darüber sprechen, was meine Kriterien sind. Dann könnt ihr hinterher selbst entscheiden ob ihr mir zustimmt oder eher zu einer anderen Tragelösung tendiert.

Ergonomie!

Sie steht an allererster Stelle und hier würde ich auch keine Kompromisse eingehen. Denn das richtige Tragen unterstützt sanft die gesunde Entwicklung von Hüfte, Wirbelsäule und dem restlichen Bewegungsapparat. Wie und warum erfahrt ihr in diesem Artikel über die Anhock-Spreiz-Haltung.

Diese Haltung ist die Grundlage und wichtigstes Entscheidungskriterium dafür, ob eine Trage gesund für das Kind ist. Es sollte so ein bisschen wie ein kleiner Frosch in der Babytrage sitzen.

Qualität und Pflege!

So eine Säuglings-Trage muss vieles aushalten, nicht zuletzt jede Menge unterschiedlicher Körperflüssigkeiten. Achtet darauf, dass die Trage leicht zu reinigen und langlebig ist.

Schadstofffreiheit!

Ihr transportiert hier etwas ganz Wichtiges, das sicher, geborgen und gesund bleiben muss. Achtet deshalb darauf, woher die Stoffe sind und wo sie verarbeitet werden. Hat der Hersteller entsprechende Siegel und Zertifikate?

Handling!

Das ist eine individuelle Sache. Aber macht euch klar, dass ein klassisches Tragetuch gerne mal 6 Meter lang ist und ein Mai Tai ziemlich viele lange Bänder hat. Ihr müsst damit zurechtkommen. Also nehmt euch die Zeit, euch mit der Trage – egal welcher – vertraut zu machen. Kauft eventuell dort, wo ihr umtauschen oder zurückgeben könnt, falls es nicht klappt.

Design!

Die Trage für euer Neugeborenes bedeckt oft den kompletten Oberkörper und wird täglich getragen. Es schadet nicht, wenn euch das Teil gefällt.

Flexibilität!

Oft tragen mehrere Personen. Achtet darauf, dass sich die Neugeborenen-Trage flexibel an verschiedene Größen und Umfänge anpassen kann, gerade wenn die Träger sehr unterschiedlich in der Statur sind.

Bequemlichkeit!

Gerade sehr kleine Babys sind oft auch mal längere Zeit im Tragetuch. Achtet darauf, dass ihr damit gut laufen, sitzen, arbeiten könnt, und dass ihr tatsächlich auch beide Hände frei habt. Sonst wird das Ganze nervig.

Alters- und Gewichtsangaben!

Ab wann kann die Tragehilfe für Babys genutzt werden? Nicht alle Tragehilfen sind wirklich für kleine Babys geeignet. Bitte unbedingt Herstellerangaben beachten.

Weitere Kriterien, die dann wichtig werden, wenn das Kind größer wird

Falls ihr eine Neugeborenen-Trage kaufen möchtet, die auch nach dem Säuglingsalter noch funktioniert, dann solltet ihr ein paar mehr Kriterien beachten.

  • Einfaches und schnelles Aus- und Einsteigen. Denn je größer die Kinder werden, desto schwerer sind sie auch zu balancieren.
  • Ergonomie und Rückenfreundlichkeit für den Träger. Das wird immer wichtiger je schwerer der Fahrgast wird.
  • Wie schwer und wie groß darf euer Kind werden bevor es zu schwer und zu groß für die Tragehilfe wird?

Mein Tipp: Die perfekte Trage von Geburt bis ins Kleinkindalter gibt es nicht. Es ist immer ein Kompromiss, da die Kriterien im Gegensatz zueinander stehen. Ein klassischer Zielkonflikt 🙂

Auch hier wieder ein kleiner Hinweis für alle, die nicht den ganzen Artikel lesen möchten:

Die eierlegende Wollmilchsau gibt es leider noch nicht. Seid ihr auf der Suche nach einer Tragelösung für die komplette Tragezeit, dann empfehle ich für die ersten Wochen, empfehle ich auch hier wieder ein elastisches Tragetuch. Es darf auch gerne ein günstiges sein.

Anschließend macht dann ein Umstieg auf eine ordentliche Komforttrage Sinn, die ihr bis zum Ende der Tragezeit nutzen könnt. Hier solltet ihr keine günstige nehmen. Denn damit tut ihr euch selbst absolut keinen Gefallen. Wenn ihr sparen wollt, dann schaut euch lieber nach einem gebrauchten Modell um.

Welche Komforttragen wirklich gut sind erfahrt ihr in diesem Artikel

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Was ihr noch wissen solltet…

…wenn wir von Babytragen für Neugeborene sprechen.

Ab wann darf eine Tragehilfe für Neugeborene genutzt werden?

Im Prinzip ab Geburt. Gerade in den ersten Wochen genießen es die Säuglinge, ganz nah bei Mama oder Papa zu sein, sich sicher zu fühlen, den vertrauten Geruch um sich zu haben, und den Herzschlag zu spüren. Viele Babys schlafen auch in der ersten Zeit nur mit Körperkontakt, manche auch nur, wenn sie bewegt werden.

Aber. Achtet darauf, dass ihr eine Trage benutzt, die für Neugeborene geeignet ist. Denn das sind nicht alle. Gerade die Komforttragen, also das, was wir oft unter dem Begriff ‚Babytrage‘ verstehen, sind eben nicht alle für Neugeborene geeignet. Schon gar nicht, wenn euer Neugeborenes ein geringes Geburtsgewicht hat oder vielleicht sogar ein Frühchen ist. Selbst bei Komforttragen, die vom Hersteller entsprechend freigegeben sind oder über Neugeboreneneinsätze verfügen, solltet ihr vorsichtig sein und die richtige Haltung regelmäßig überprüfen.

Wie die richtige Haltung aussieht, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Bei einem Tragetuch kommt es auf die richtige Tragetechnik an. Genaueres dazu findet ihr in diesem Artikel zu den unterschiedlichen Bindetechniken.

Und nicht zuletzt: Im Zweifel auch mal den Kinderarzt oder die Hebamme fragen oder eine gute Trageberaterin aufsuchen.

Ist so eine Babytrage nicht schlecht für die Wirbelsäule und die Hüften?

Im Gegenteil. Wer richtig trägt unterstützt die gesunde Entwicklung von Hüfte und Wirbelsäule und beugt Haltungsschäden vor.

Dazu solltet ihr Folgendes unbedingt beachten:

  1. Ein Säugling sollte nie mit dem Gesicht nach vorne getragen werden. Egal welche Tragehilfe ihr verwendet. Das Gesicht des Babys schaut zu eurer Brust. Die einzige Alternative: das Baby kann auch in Wiegehaltung liegen – wobei das in der ersten Zeit nur eingeschränkt zu empfehlen ist.
  2. Die Tragehilfe passt eurem Baby und ist nicht zu groß. Sie unterstützt sanft die gekrümmte Wirbelsäule und den Kopf.
  3. Sitzt das Baby in der Trage, dann reicht der Steg, auf dem es sitzt von Kniekehle zu Kniekehle. Das Baby sitzt also in Frosch- oder M-Haltung.
  4. Ihr könnt mit der Tragehilfe richtig umgehen. Ihr kennt die richtige Wickeltechnik, die richtigen Einstellungen und wisst, wie ihr die Tragehilfe richtig anlegt. Es schadet nicht, wenn ihr am Anfang ein paar helfende Hände bei euch habt.

Weitere Tragefehler und die passenden Lösungen dazu findet ihr in diesem Artikel.

tragetuch neugeborene
Braucht man so eine Tragehilfe überhaupt?

Wahrscheinlich ist es nicht unbedingt notwendig. In unseren Breitengraden waren Tragetücher lange Zeit überhaupt nicht zu finden. In den letzten 10 Jahren haben sie jedoch ein erstaunliches Comeback gemacht. Wir denken (auch aus eigener Erfahrung), dass das hauptsächlich aus drei Gründen passiert ist:

  1. Es funktioniert. Die meisten Säuglinge fühlen sich sofort wohl und beruhigt. Sie schlafen besser, schreien weniger. Viele Mütter berichten davon, dass die berüchtigten Koliken sofort aufhören sobald sich das Kind in der Trage befindet.
  2. Es ist schön. Gerade in der ersten Zeit hilft es die innige Bindung zu den Eltern aufzubauen und zu pflegen. Die Nähe schüttet bei Mutter, Vater und Kind das Hormon Oxytocin aus, das schlicht guttut, die Bindung stärkt und bei der Mutter sogar die Heilung nach der Entbindung und den Milchfluss positiv beeinflusst.
  3. Es ist praktisch. Nicht-Eltern können sich oft gar nicht vorstellen, wie selten es ist, dass man als Eltern mit einem Säugling eine Hand frei hat. Und Hände sind doch so praktisch.

Zusammengefasst: Brauchen ist relativ. Kinder werden auch ohne Tragetuch erwachsen. Aber mit kann es ein ganzes Stückchen schöner, praktischer und stressfreier sein.

(auch hier gilt natürlich: Wenn eine Babytrage für euch nicht funktioniert, sondern mehr Stress als Erleichterung ist, dann werft sie ohne schlechtes Gewissen in die Ecke oder verkauft sie bei Ebay. Eltern sein ist schon ohne Druck von außen schwer genug.)

Kann ein Tragetuch den Kinderwagen ersetzen?

Unter Umständen. Kommt ganz auf euch, euer Kind und eure Lebensumstände und Bedürfnisse an. Überlegt euch vorher, wie oft, wie lange, und auf welche Weise ihr euer Kind tragen oder transportieren möchtet.

Gerade in der Stadt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann es wesentlich praktischer sein mit der Trage unterwegs zu sein.

Eher für eine Tragehilfe spricht:

  • wenn ihr oft und viel mit dem Auto unterwegs seid
  • wenn ihr viel mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs seid
  • wenn euer Kind die körperliche Nähe braucht
  • wenn ihr die Hände für ältere Kinder frei haben wollt/müsst
  • wenn ihr ein Kind habt, das oft und häufig schreit

Eher für einen Kinderwagen spricht:

  • wenn ihr viele Erledigungen zu Fuß macht
  • lange Spaziergänge in der Natur
  • wenn das Kind schlecht zu Hause schläft und den Kinderwagen vorzieht
  • wenn ihr Rückenprobleme oder sonstige körperliche Einschränkungen habt

Die meisten Eltern kombinieren Tragetuch und Kinderwagen und haben die Vorteile von beiden Kategorien.

Im Zweifelsfall: Versucht es doch einfach ohne Kinderwagen. Wenn es dann nicht ohne geht, ist er schnell nachgekauft. Kleiner Tipp: Sucht euch schon vorher aus, welches Modell ihr kaufen möchtet und wo ihr es günstig kaufen könnt. Dann habt ihr Plan B schon in der Tasche. Das beruhigt.

Kann man so eine Tragehilfe nicht selber machen?

Ein Tragetuch oder einen Ring-Sling kann man sicher selber machen.

Das Knifflige am Tragetuch ist nicht der Schnitt (es ist ein Rechteck – oder ein Trapez. Das bekommen die Meisten hin), sondern der richtige Stoff. Tragetuch-Stoff in guter Qualität, der geeignet ist und lange hält, ist teuer, denn ihr braucht eine Menge davon.

Aber grundsätzlich – warum nicht? Habt ihr geeigneten Stoff, dann geht es sicherlich. Unser Tipp: Vorher gründlich recherchieren und informieren. Schließlich verpackt ihr etwas ziemlich Wertvolles darin.

Habt ihr den richtigen Stoff, dann informiert euch über die Länge. Je nach Umfang des Tragenden und gewünschter Tragetechnik braucht ihr in etwa 3-6 Meter.

Eine andere Tragehilfe – ein Mei Tai oder eine Komforttrage – könnt ihr nur mit viel Erfahrung, den richtigen Schnitten und auch den richtigen Materialien und Werkzeugen selbst machen. Denn ihr müsst die Ergonomie für das Baby richtig hinbekommen.

Unser Rat: Finger weg. Im Zweifelsfall ist eine unbequeme oder sogar gesundheitsschädliche Tragehilfe die Ersparnis nicht wert. Dann lieber gebraucht kaufen und wieder verkaufen. Damit seid ihr sehr viel billiger unterwegs.

Gibt es für Neugeborene extra Tragetechniken?

Natürlich. Wir kommen darauf später noch einmal zurück. Weiter unten, wo es um die einzelnen Tragehilfen geht.

Und damit kommen wir auch schon zu den Möglichkeiten:

Die Tragehilfen im Überblick

Das klassische Tragetuch für Neugeborene

Ein klassisches Tragetuch ist ein normalerweise 3-6 Meter langes Rechteck aus festem Baumwollstoff. Dieses Tuch wird in unterschiedlicher Bindetechnik um Mutter bzw. Vater und Kind gebunden. Der Säugling wird so sicher fixiert.

Wichtig beim klassischen Tragetuch ist die Bindetechnik. Das ist einerseits die Technik an sich, und dann natürlich die Übung mit dem Baby. Es sieht am Anfang etwas schwierig und kompliziert aus, spätestens nach der zehnten Wiederholung läuft das aber wie geschmiert. Geht zu einer Trageberaterin und schaut euch ein paar YouTube Videos an. Dann läuft das. Vor allem, wenn ihr am Anfang ein zweites Paar helfender Hände habt.

Jetzt kommt etwas, das ein bisschen kontrovers ist: Es ist mehr oder weniger wurscht, welches Tuch ihr nehmt. Wurscht im Sinne von Geschmackssache. Die Tücher sind optisch unterschiedlich, haptisch unterschiedlich und tragen sich unterschiedlich. Funktionieren tun sie so gut wie alle.

Also wenn ihr euch kein 100€-Tuch im neuesten, modernsten Design leisten könnt (oder wollt), dann ist das kein Problem. Es gibt Alternativen. (und wenn ihr euch das 200€-Tuch im neuesten Design leisten wollt, dann ist das auch okay. Die Welt ist bunt. Freuen wir uns daran.)

Wie schon erwähnt ist die Wickeltechnik beim klassischen Tragetuch der Knackpunkt. Folgende sind geeignet für Neugeborene:

  • Wickelkreuztrage (eignet sich besonders für Anfänger)
  • Känguru
  • Wiege (eingeschränkt)


Es gibt sehr gute Beschreibungen bzw. Videos von Trageberaterinnen und Tragetuchherstellern. Einfach mal Googeln.

Zusammengefasst: Das klassische Tragetuch ist ein echter Alleskönner. Mit der richtigen Tragetechnik und ein bisschen Übung sitzt es bombenfest und ist vom Frühgeborenen bis zum Kleinkind geeignet. Auch für den Tragenden ist es sehr angenehm, da individuell gewickelt wird und sich das Gewicht gut auf Schultern und Rücken verteilen lässt.

Alle Infos zu den beliebten Tragetuchmodellen findet ihr in unserem Test:

Tragetücher im Test – welches ist das beste Modell?

Unser Favorit: Das Didymos Tragetuch. Es ist jeden Cent wert.

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Das elastische Tragetuch für Neugeborene

Meine ganz persönliche Lieblingslösung für Neugeborene!

(Auch wenn sie ein paar Nachteile hat, aber das haben sie alle.)

Ein elastisches Tragetuch funktioniert in etwa wie ein klassisches Tragetuch. Mama oder Papa greifen sich ein Baby, umwickeln sich mit einem Tuch, fertig.

Vorteil beim elastischen Tuch:

  • Es passt sehr flexibel und passt sich besser an – auch wenn man noch kein Profi beim Tragetuch-binden ist.
  • Man kann das Baby auch mal raus und wieder reinstecken, ohne das Tuch neu zu binden.
  • Es ist besonders geeignet für die ganz Kleinen, also auch für Frühgeborene.
  • Sie haben einen extra-Kuschelfaktor, da das Nähe-Gefühl noch stärker ist als beim klassischen Tragetuch.
  • Sie sind preislich etwas günstiger.

Nachteil: Es leiert schneller aus, beim Binden muss man manchmal nachjustieren, und je schwerer das Kind wird, desto unpraktischer wird das Ganze.

Auch hier gilt wieder: Bindetechnik ist wichtig und kann vor Ort bei Trageberaterinnen bzw. online über Videos gelernt werden. Üben muss man dann am eigenen Baby. Am Anfang am besten mit einem zweiten Paar helfender Hände.

Beim elastischen Tuch ist die Qualität ein bisschen wichtiger, da es sich wie schon erwähnt sonst schnell dehnt.

Die Wickeltechnik der Wahl ist die aufgefächerte Wickelkreuztrage. Deshalb sollte ein elastisches Tuch auch immer über 5m lang sein, sonst klappt es nicht mit dieser Technik.

Unsere Favoriten ist ganz klar das elastische Tragetuch von Manduca. Es ist schlicht gut und der Preis ist absolut vernünftig. Dagegen ist nichts zu sagen.

Der Sling für Neugeborene

Mit dem Sling, also einer Schlinge, die meist seitlich getragen wird, entfernen wir uns langsam vom klassischen Tuch.

Es gibt zunächst mal die Variante Ringsling. Das ist ein kurzes klassisches Tuch mit zwei Ringen an einem Ende. Das Tuch wird mit Hilfe von diesen Ringen festgemacht.

Ein Ringsling ist gut für Neugeborene geeignet – wenn man ihn richtig anlegt und sich Zeit beim fächerförmigen Festziehen nimmt. Die Haltung des Babys ist beim Ringsling ideal für Rücken und Hüften. Es sitzt auf der Hüfte; die Beine werden gespreizt aber nicht überspreizt.

Dadurch, dass das Tuch viel kleiner als ein Elastisches oder Klassisches ist, ist das Handling auch sehr viel einfacher. Gerade wenn ihr den Sling mal nicht zu Hause, sondern unterwegs anlegen wollt.

Es empfiehlt sich das Baby von Anfang an aufrecht zu tragen. Lasst euch von einer Trageberaterin beraten und schaut euch Videos im Netz an.

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Die zweite Art von Slings sind spezielle, vorgeformte Trageschlingen. Hier müsst ihr nichts selber binden oder schlingen, hier ist alles vorgeformt.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Es geht schneller und vor allem am Anfang ist es einfacher.

Allerdings müsst ihr bei diesem Schlingen darauf achten, dass es genug Einstellmöglichkeiten gibt. Schaut euch auch die Herstellerangaben genau an, ob es wirklich ein Sling ist, der auch für Neugeborene geeignet ist.

Am besten probiert ihr die Tragehilfe vorher aus, bzw kauft sie dort, wo ihr sie auch wieder zurückgeben könnte falls sie nicht passt.

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Der Mei Tai für Neugeborene

Mei Tais kommen traditionell aus dem asiatischen Raum. Es sind flexible, schürzenartige Tragehilfen, die ganz individuell auf den jeweiligen Träger und das jeweilige Baby angepasst werden können. Dabei gibt es sie inzwischen auch bei uns in allen Variationen.

Theoretisch können Babys im Mei Tai auf dem Bauch und auf dem Rücken getragen werden. Für Neugeborene ist aber ausschließlich die vordere Trageweise, also auf dem Bauch der Mutter zu empfehlen.

Später, wenn das Kind dann größer ist, kann das Baby auf den Rücken wandern. Dadurch ist der Mei Tai auch für den Träger rückenschonend. Mit steigendem Gewicht kann er – je nach Ausführung – allerdings belastend für die Schultern werden.

Das Baby sitzt mit angehockten Beinchen aufrecht im Mei Tai, ähnlich wie in einem Beutel. Der Kopf ist durch das hochgezogene Rückenteil gut gestützt und geschützt, die Hüften werden unterstützt, und es fühlt sich sicher und geborgen.

Wie beim Tragetuch auch, können die meisten Mei Tais bis zum Ende der Tragezeit verwendet werden. Informiert euch aber nochmal beim Hersteller ab und bis wann (und bis zu welchem Gewicht) das Produkt empfohlen wird.

Grundsätzlich sind Mei Tais auf Grund der Haltung der Babys gerade für Neugeborene ideal. Ihr müsst nur darauf achten, dass die Rückenlänge auch für kleine Babys entsprechend angepasst werden kann und der Nacken bzw. der Kopf gut gestützt wird. Außerdem sollte der Steg, auf dem das Baby sitzt in der Breite regulierbar sein.

Ein klassischer Mei Tai ist zwar einfach anzulegen, hat aber trotzdem lange Bänder, das gerade das Anlegen draußen wieder ein wenig verkompliziert. Es braucht schon ein wenig Übung, wenn ihr den Mei Tai im Regen auf der Straße ohne große Sauerei anziehen wollt. Ein zweites Paar Hände schadet da nicht.

Wir schätzen den Mei Tai vor allem deswegen, weil das Baby von Anfang an bombenfest und sicher darin sitzt. Auch wenn ihr noch keine Übung habt, schafft ihr es sehr schnell, die Tragehilfe anzulegen. Das gibt Mama und Baby ein gutes Gefühl.

Inzwischen aber muss man auch sagen, dass die Abgrenzungen zwischen Babytrage und Mei Tai immer schwieriger werden. Denn es gibt Zwischenlösungen wie den Bondolino (genial!) oder die Marsupi (super für Neugeborene). Wo ihr persönlich für euch da die Grenze zieht müsst ihr selbst entscheiden und ist wahrscheinlich auch nicht wirklich wichtig – solange ihr die passende Trage für euch findet.

Unser Favorit bei den klassischen Mei Tais:

Unser Favorit bei den modernen Mei Tai Varianten:

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Komforttragen für Neugeborene

Komforttragen sind Tragehilfen, die so ein bisschen nach dem Rucksackprinzip funktionieren.

Es gibt meist einen gepolsterten Hüftgurt mit dicker Schnalle und flexibel einstellbare, ebenfalls gut gepolsterte Schulterträger.

Bei Komforttragen geht es ganz klar um den Komfort. Sie sind einfach anzulegen, bequem zu tragen, haben ein kleines Packmaß und sind super-flexibel. Dabei sind sie aber von Natur aus nicht mehr ganz so gut und individuell auf das jeweilige Baby anpassbar.

Die meisten Hersteller bieten aus diesem Grund extra Einsätze für Neugeborene an (z.B. Ergobaby) oder haben schon integrierte Hilfen für die Kleinen (z.B. Manduca). Aber auch in diesen Fällen könnt ihr nur ’normalgroße‘ Neugeborene in die Komforttragen packen. Alles was kleiner ist als 3,5 kg gehört definitiv nicht hier hinein.

Wir finden Komforttragen toll, und seit unsere Tochter anderthalb Jahre alt ist benutzen wir nichts anderes im Alltag mehr. Aber. Komforttragen sind für uns nicht die erste Wahl, wenn es um Neugeborene geht. Da beziehen wir ganz klar Stellung.

Mit Komforttragen haben wir uns wirklich ausführlichst beschäftigt und einen umfassenden Vergleich der besten gemacht. Dort erfahrt ihr auch welche der Komforttragen genau wir für Neugeborene am geeignetsten halten.

Spoiler für Eilige: Manduca oder Marsupi. Nehmt die Marsupi, wenn ihr eine Trage speziell für Neugeborene sucht und die Manduca, wenn ihr auch noch das größer werdende Baby und Kleinkind tragen wollt.

Was ist denn jetzt die beste Babytrage für Neugeborene?

Jetzt ist es an der Zeit, Stellung zu beziehen. Ich sage aber ganz klar, dass die Entscheidung, welche Trage ihr für euer Baby wählt, nicht richtig oder falsch ist. Nur für euch passend oder nicht passend. Und wenn ihr bis hierher mitgelesen habt, dann wisst ihr wahrscheinlich schon ziemlich genau, welche für euch in Frage kommt.

Meine ganz persönliche Meinung:

Mir gefällt ein elastisches Tragetuch für die ersten Wochen am besten. Es ist flexibel, kuschelt das Baby bequem aber fest ein, verzeiht den ein oder anderen Tragefehler und ist absolut erschwinglich.

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Ich hoffe ich konnte euch ein bisschen weiterhelfen und wünsche euch eine wunderschöne Tragezeit.

Eure Katja

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