Coronavirus für Neugeborene, Babys und Kinder

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Was bedeutet das Coronavirus und die Krankheit COVID-19 für unsere Neugeborenen, Babys und Kinder? Wie müssen wir Eltern uns verhalten, um unsere Kinder zu schützen? Was können wir tun?

Fragen, die sich gerade Millionen von Menschen allein in den deutschsprachigen Regionen stellen.

Die Fragen sind berechtigt und müssen beantwortet werden. Ich versuche das heute zu tun. Nicht als Arzt, Krankenschwester oder sonstiger Experte, sondern als besorgte Mutter, die ziemlich gut ist in Sachen Recherche.

Ich habe all das zusammengetragen, das ich im Netz zum Thema Coronavirus, COVID-19 und Babys bzw. Kinder gefunden habe. Falls ihr Experte seid und Fehler entdeckt oder neue Informationen habt, dann lasst mir bitte einen Kommentar da. Hier geht es darum möglichst schnell und möglichst richtig zu informieren.

Falls ihr eine Frage habt, die nicht mit diesem Artikel beantwortet wird dann lasst mir bitte ebenfalls einen Kommentar da. Ich versuche mein Bestes, euch Antworten zu liefern.

Das Virus und die durch ihn ausgelöste Krankheit ist neu und damit noch wenig erforscht. Jeden Tag gibt es neue Informationen zum Thema und jeden Tag wissen wir ein bisschen mehr. Daher gibt es noch nicht alle Antworten auf alle Fragen. Manche Antworten werden im Laufe der Zeit berichtigt oder verändert werden. Manches wird sich als falsch herausstellen. Dieser Artikel ist ein Work-In-Progress und ich versuche mein Bestes, ihn tagesaktuell zu halten.

Letztes Update: 01.04.2020

Danke an alle!

Was sind die aktuellen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus?

An erster Stelle in der Tageszusammenfassung die aktuellen Maßnahmen des Bundes und die Regelungen für die Bürger. In euren jeweiligen Ländern und Kommunen kann es zu zusätzlichen Maßnahmen kommen. Informiert euch auf den jeweiligen Informationsportalen eurer Kreise und Geminden.

  • Kliniken haben bis zu 50% ihrer Betten für Corona-Patienten bereitgestellt. Einige Kliniken können bereits keine Patienten mehr aufnehmen.
  • Es gibt weitreichende Maßnahmenpakete für Krankenhäuser und Mitarbeiter im Gesundheitssystem, um die Handlungsmöglichkeit im Rahmen der Corona-Krise zu verbessern.
  • Es wird empfohlen Masken zu tragen. Auch selbstgemachte Masken sind besser als nichts.
  • Alle Bürger und Bürgerinnen sind angehalten, soziale Kontakte zu anderen, die nicht im eigenen Haushalt leben, so gut wie möglich auf ein Minimum zu reduzieren.
  • In der Öffentlichkeit ist ein Abstand von mindestens 1,5m einzuhalten.
  • In der Öffentlichkeit ist der Aufenthalt mit höchstens einer weiteren Person außerhalb des eigenen Haushalts gestattet.
  • In der Öffentlichkeit sind jegliche Veranstaltungen und Gruppen von Menschen sind untersagt.
  • Gastronomiebetriebe mit Ausnahme von Take-Out sind geschlossen.
  • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege (Friseur, Kosmetik, Massage…) sind geschlossen.
  • In Betrieben mit Publikumsverkehr gibt es besondere Hygienevorschriften, die eingehalten werden müssen.
  • Universitäten, Schulen, Kitas und andere Bildungseinrichtungen mit Ausnahmen im Gesundheitswesen sind in allen Bundesländern geschlossen.
  • Die Grenzen sind bis auf weiteres geschlossen. Es gibt Ausnahmen
  • Alle Arztpraxen und Krankenhäuser sind dazu angehalten vermehrt Schutzausrüstung zu beschaffen.
  • Bürger die über 60 Jahre alt sind sollen sich gegen Pneumokokken impfen lassen.

Was darf man überhaupt noch?

Grundsätzlich gilt:

Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft bleiben weiter möglich.

Allerdings gibt es in einigen Landkreisen und Bundesländern abweichende und strengere Regelungen, die sich auch täglich ändern können. Bitte prüft daher selbst, was möglich und erlaubt ist.

Alle Informationen vom Bundesministerium für Gesundheit zum Corona-Virus bekommt ihr hier.
Die aktuellen Informationen über den Virus bekommt ihr vom Robert Koch Institut.

Es gibt außerdem eine Handy App mit dem Namen Nina. Sie informiert aktuell über Gefahren- und Katastrophenmeldungen in eurem Gebiet. Sie ist grundsätzlich immer zu empfehlen.

Was ist der Unterschied zwischen Coronavirus und COVID-19?

Coronavirus ist der umgangssprachliche Name für einen Virus, der aus China stammt und erstmals im Dezember 2019 aufgetreten ist. Der offizielle Name des Virus ist Sars-CoV-2. Er gehört zur großen Gruppe der Coronaviren, die dafür bekannt sind, Atemwegserkrankungen auszulösen.

Ich werde im Folgenden den Virus nicht beim offiziellen Namen nennen, sondern beim umgangssprachlichen Begriff Coronavirus bleiben.

COVID-19 ist die Krankheit, die das Virus auslöst. Es ist eine Abkürzung von Corona Virus disease 2019 – Corona Viruserkrankung 2019.

Wo kommt das Coronavirus her?

Inzwischen ist man sich darüber einig, dass das Coronavirus aus dem Tierreich stammt. Deshalb wurden in China inzwischen alle Wildtiermärkte bis auf Weiteres geschlossen. Die ersten Krankheitsfälle und damit die ersten Viren hat man in der chinesischen Stadt Wuhan gefunden. Dort wird deshalb auch der Ursprung des Virus vermutet.

Wahrscheinlich hat er seinen Ursprung bei den Fledermäusen und ist dann auf den Menschen übergesprungen. Es ist dann wahrscheinlich mit Zwischenstation Schuppentier auf den Menschen übergesprungen. Genaues wird man noch herausfinden müssen.

Von China aus hat sich das Virus inzwischen in der ganzen Welt verbreitet. Besonders schwer hat es Südkorea, den Iran und Italien getroffen. Aber auch die anderen Länder sind nur ein paar Wochen oder auch nur ein paar Tage hinterher.

Die aktuellen COVID-19 Zahlen der ganzen Welt findet ihr unter diesem Link: https://gisanddata.maps.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6

Wie funktioniert die Ansteckung mit dem Coronavirus?

Das Coronavirus ist anders als der erste SARS Virus ziemlich ansteckend. Man kann es mit einer Grippe vergleichen.

Das Virus kann sich durch Tröpfcheninfektion vermehren.

Das Virus vermehrt sich bei der infizierten Person im Rachenraum und gelangt durch Husten, Niesen oder einfach Ausatmen über die Luft entweder direkt in Mund, Nase oder Augen.

Die Erfahrung hat auch gezeigt, dass die Nähe zu anderen Menschen ausreicht, um sich anzustecken. Es muss also nicht zwingen Körperkontakt stattgefunden haben.

Auf Oberflächen kann das Virus bis zu 9 Tage überleben. Deshalb:

Das Virus kann sich durch Schmierinfektionen verbreiten.

Das bedeutet er wird erstmal auf Oberflächen wie Tische, Waschbecken, Kleidung oder Haut zwischengelagert, um dann im nächsten Schritt in Mund, Nase oder Augen der Person zu gelangen. Das heißt, wenn ihr einer infizierten Person z.B. die Hand schüttelt und euch hinterher die Augen reibt oder im Fall von Kindern die Finger in den Mund steckt, dann seid ihr ganz schnell angesteckt.

Die Gefahr ist hier etwas geringer, aber durchaus da.

Infizierte Personen sind auch dann ansteckend, wenn sie noch keine Krankheitssymptome oder sehr leichte Symptome zeigen.

Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit, kann bis zu 14 Tagen betragen. In der Regel ist es aber etwa 5-7 Tage. In dieser Zeit ist die infizierte Person bereits ansteckend!

Wie wahrscheinlich ist es, dass ich, mein Neugeborenes, mein Baby oder mein Kind mit dem Coronavirus anstecke?

Leider gehen immer mehr Experten davon aus, dass eine Ansteckung mit dem Coronavirus sehr wahrscheinlich ist. Über eine genaue Wahrscheinlichkeit kann nur spekuliert werden aber es stehen Zahlen zwischen 50 und 80% im Raum. Selbst unsere Kanzlerin hat von einer Schätzung von 70% gesprochen. Das ist erheblich.

Also warum versuchen wir überhaupt, die Ansteckung einzudämmen, wenn wir uns eh früher oder später alle anstecken?

Hauptsächlich geht es darum, das Gesundheitssystem und die Wirtschaft – und an dieser hängt unsere Versorgung – nicht zu überlasten. Denn wir haben natürlich nur eine begrenzte Anzahl von Ärzten, Krankenschwestern, Krankenhausbetten und Versorgungseinrichtungen. Außerdem kommt die Gesellschaft zu einem ziemlich plötzlichen Stopp, wenn die Hälfte von uns plötzlich 2 Wochen krank zu Hause ist.

Daher sollte jeder Einzelne von uns so viel wie möglich tun, damit er sich nicht ansteckt und nicht mit angesteckten Personen in Kontakt kommt.

Seid ihr bereits angesteckt, dann respektiert die Quarantänemaßnahmen und bleibt zu Hause, um andere nicht zu gefährden.

Können sich Babys, Neugeborene oder Kinder mit dem Coronavirus anstecken oder sind sie immun?

Kinder sind definitiv nicht immun, was den Coronavirus anbelangt. Sie können sich auf die gleiche Art und Weise anstecken wie Erwachsene. Mehr zur Art der Ansteckung weiter oben.

Der Verlauf der Krankheit ist bei Kindern allerdings im Allgemeinen wesentlich milder als bei Erwachsenen. Sie leiden unter eher milden Symptomen mit weit weniger Komplikationen.

Bei Kindern unter 10 Jahren wurde bislang ein Todesfall gemeldet.

Was sind die ersten Symptome der Krankheit?

COVID-19 befällt die unteren Atemwege.

Die Symptome sind hauptsächlich Fieber und Husten.

Man fühlt sich ähnlich wie bei einer Grippe krank und schwach. In einigen Fällen kommt auch noch Schnupfen und Durchfall dazu, beides sind aber keine typischen Symptome.

Wie verläuft die Krankheit COVID-19?

In den meisten Fällen – bei ca. 80% der Erkrankten – bleibt es bei den Symptomen Husten und Fieber. Innerhalb einiger Tage klingen diese wieder ab.

Bei einem schweren Verlauf der Krankheit, wird aus Fieber und Husten eine Lungenentzündung.

Das erkennt man hauptsächlich an steigendem Fieber und Problemen beim Atmen – wie Atemnot. Dann muss sofort ein Krankenhaus aufgesucht werden und eventuell braucht der Patient sogar eine künstliche Beatmung. Die meisten dieser Patienten erholen sich wieder und können nach wenigen Wochen das Krankenhaus wieder verlassen.

Im schwersten Fall endet die Krankheit mit dem Tod des Patienten.

Noch nicht bekannt ist, ob eine durch den Coronavirus ausgelöste Lungenentzündung Langzeitschäden an der Lunge und damit langfristige Folgen nach sich zieht, die unter Umständen eine Leben lang anhalten können.

Wie und wo kann man sich und sein Neugeborenes, Baby oder Kind testen lassen?

Habt ihr COVID-19 Symptome, hattet ihr Kontakt zu infizierten Personen oder seid in gefährdeten Gebieten gewesen, dann ist der erste Schritt immer zu eurem Hausarzt oder Kinderarzt. Ruft dort an und erkundigt euch über das aktuelle Vorgehen. Alternativ gilt die Nummer 116 117 vom ärztlichen Bereitschaftsdienst.

Seit Anfang März übernehmen die Krankenkassen die Kosten für den Test, wenn der Arzt den Test für notwendig hält.

Noch rät die kassenärztliche Bundesvereinigung davon ab, sich testen zu lassen, wenn lediglich Erkältungssymptome auftreten. Das könnte das System kurzfristig überlasten.

In einigen Städten gibt es inzwischen Drive-In Tests. Dort muss man nicht mal mehr aus dem Auto aussteigen. Dafür braucht man aber bislang ebenfalls eine Berechtigung vom Hausarzt oder vom Gesundheitsamt.

Wie gefährlich ist COVID-19 für unsere Babys und Kinder?

Laut WHO leiden etwa 20% der mit dem Coronavirus infizierten Personen unter einem schweren Verlauf der Krankheit.

Das heißt, dass bei der überwiegenden Mehrheit von 80% nur leichte Symptome auftreten. Oben haben wir sie schon genannt: Fieber, Husten, Erkältungssymptome.

Etwa 20% – die genaue Zahl werden wir erst nach Ende der Epidemie wissen – der Patienten müssen im Krankenhaus versorgt werden. Dazu gehört künstliche Beatmung.

Die schlimmste Form der Krankheit bedeutet den Tod des Patienten. Auch da sind sich weder Wissenschaftler, noch Ärzte, noch Gesundheitsorganisationen einig wie hoch die Sterberate ist. Das liegt daran, dass unsicher ist, wie viele Erkrankten es gibt, wie viele Menschen die im Moment noch erkrankt sind sich erholen werden, und wie sich das Virus und die damit zusammenhängende Krankheit weiter entwickelt.

Nichts genaues weiß man nicht. Ich habe ganz unterschiedliche Zahlen zwischen 1% und 5% gefunden – je nachdem, wen man fragt. Sehr oft ist mir allerdings eine Schätzung begegnet, die irgendwo im Bereich zwischen 1 und 2% liegt. Genaues wird man erst in einigen Wochen und Monaten sagen können.

Fakt ist aber, dass das Risiko für ältere Menschen am größten ist. Anders als andere Krankheiten scheint COVID-19 gerade die Jüngsten weniger zu gefährden.

Lange konnte man sagen, dass es bei Kindern unter 10 Jahren keine Todesfälle gibt. Leider ist das nicht mehr so. Bei etwas über 40.000 Toten weltweit sind darunter laut meinen Information 2 Todesfälle bei Kindern unter 10.

Wie gefährlich ist COVID-19 für Neugeborene und wie kann man sie schützen?

Im Moment muss man leider sagen, dass man noch nicht genug über den Virus und die Krankheit weiß, um genaue und gültige Aussagen machen zu können.

Folgendes wird aus den augenblicklichen Informationen geschlossen:

  • Neugeborene stecken sich auf gleichem Weg an wie alle anderen. Das heißt Tröpfcheninfektion und Schmierinfektion. Sie bekommen die Krankheit nicht im Mutterleib und nicht über die Muttermilch.
  • Der beste Schutz ist wenn die Kleinsten gar nicht erst infiziert werden. Das heißt auf jeden nicht wirklich notwendigen Kontakt zu anderen verzichten und strenge Isolation einhalten. Euer Neugeborenes hat nichts außer Haus zu suchen. Dazu gehört natürlich auch, dass sich die Eltern oder andere Betreuer genauso gut schützen.
  • Neugeborene haben keinen besonderen Schutz als andere gegen Infektion.
  • Der Verlauf der Krankheit ist bei Neugborenen meist sehr mild. Oft zeigen sie keine Symptome.

Für Neugeborene gilt im Besonderen: Sobald das Kind Anzeichen der Krankheit zeigt (Fieber, Husten oder andere Krankheitsanzeichen) dann solltet ihr sofort euren Kinderarzt anrufen bzw. die allgemeine Nummer 116 117.

Wie können wir unsere Säuglinge, Babys und Kinder vor COVID-19 schützen?

Einen hundertprozentigen Schutz gibt es vor dem Virus und der damit verbundenen Krankheit nicht. Es gibt allerdings jede Menge, das ihr tun könnt, um das Risiko zu minimieren und euch (und allen mit denen ihr in Kontakt kommt) vor dem Virus zu schützen:

Direkten Kontakt mit infizierten Personen vermeiden

  • Zu Hause bleiben. So wenig Kontakt mit der Außenwelt und anderen Personen. Das gilt nicht nur für das Baby selbst, sondern auch für die betreuenden Personen.
  • Vermeidet den Kontakt mit infizierten Personen, Personen, die unter Quarantäne stehen und Personen, die gerade aus gefährdeten Gebieten zurückgekommen sind.
  • Vermeidet öffentliche Verkehrsmittel, Supermärkte… Bleibt zu Hause wo es geht.

Hygienemaßnahmen, die jeder einhalten sollte (egal ob COVID-19 gerade grassiert oder nicht)

  • Wenn ihr zur Haustür hereinkommt sollte der erste Gang immer ans Waschbecken sein. Hände gründlich mit Seife waschen.
  • Häufiges, regelmäßiges, gründliches Händewaschen mit Seife und gründlichem Abtrocknen der Hände hinterher.
  • Außerhalb eures zu Hauses so wenig wie möglich mit bloßen Händen anfassen – z.B. im Supermarkt oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. Zusätzlicher Schutz geben Einmal-Handschuhe. Ihr bekommt diese in so ziemlich jedem Supermarkt und Discounter.
  • Ein Mundschutz hilft nicht unbedingt zum Schutz der eigenen Person, trägt aber dazu bei, die Infektion anderer zu vermeiden. Wenn alle Mundschutz tragen, sind wir alle ein bisschen sicherer.
  • Abstand zu anderen Personen halten, vor allem infizieren Personen oder Personen in Quarantäne.
  • Nach Kontakt mit infizierten Personen sollte Desinfektionsmittel benutzt werden, das gegen Viren wirkt.

Hygienemaßnahmen gegen den Coronavirus speziell für Neugeborene, Babys und Kleinkinder

  • Habt ihr ein Neugeborenes oder Baby, dann vermeidet Menschenansammlungen und den Kontakt zu vielen Personen. Bleibt im Zweifelsfall zu Hause.
  • Babys werden gerne mal von fremden Personen, entfernten Verwandten oder Bekannten angefasst. Versucht das zu vermeiden. Es kann helfen, das Baby in einer Trage oder Tragetuch direkt am Körper zu tragen.
  • Achtet gerade bei Kleinkindern darauf, dass sie nicht alles anfassen, sich die Finger nicht ständig in den Mund stecken und häufig Händewaschen. Aus Erfahrung: Das ist schwieriger als es sich anhört.
  • Ist euer Kind krank – egal ob Erkältungs- oder andere Symptome – dann bringt es nicht sofort zum Arzt, sondern ruft erstmal dort an. Denn ein Ort, wo ihr den Coronavirus zuverlässig finden könnt, ist das Wartezimmer eines Arztes. Nicht falsch verstehen: ich sage nicht, dass ihr eure Kinder nicht mehr ärztlich versorgen sollt, ich sage nur, dass ihr vorher immer telefonisch klären solltet ob ein Arztbesuch notwendig ist und wie genau dieser im Moment abläuft, um Risiken zu minimieren.
  • Wenn ihr selbst mit dem Coronavirus infiziert seid, solltet ihr euer Kind so gut wie möglich schützen, auf Abstand gehen, Körperkontakt vermeiden und auf Hygiene achten. Für stillende Mütter: Bisher konnten keine Viren in der Muttermilch nachgewiesen werden.

Helfen Atemschutzmasken vor dem Coronavirus und COVID-19?

Atemschutzmasken helfen vor allem dann, wenn sie von infizierten Personen getragen werden. Sie verringern das Risiko, andere mit der Krankheit anzustecken.

Auch selbstgemachte Atemschutzmasken verringern das Risiko, den Virus weiter zu verbreiten.

Wie können wir uns und unsere Neugeborenen, Babys und Kinder auf COVID-19 vorbereiten?

Die sinnvollste Vorbereitung ist die Vorbereitung auf eine mögliche Quarantäne, damit ihr im Ernstfall auch wirklich entspannt zu Hause bleiben könnt und euch auf eure Gesundheit konzentrieren könnt.

Das bedeutet, dass es durchaus Sinn macht, Lebensmittel für etwa 14 Tage zu Hause zu haben. Dazu gehören auch Windeln, Ersatzmilch und was ihr sonst noch für eure Babys und Kinder Spezielles braucht.

Bislang gibt es für COVID-19 noch keine Medikamente, die im Falle einer Erkrankung wirklich helfen. Sinn macht es, wenn ihr euch einen kleinen Vorrat für die Symptome in den Schrank legt. Dazu gehören fiebersenkende Mittel, Hustensaft und vielleicht ein Mittel zum Einreiben wie Transpulmin oder Wick Vaporub. Achtet darauf, dass diese Mittel für das Alter eurer Kinder entsprechend geeignet sind.

Was tun, wenn unser Baby oder Kind COVID-19 Symptome zeigt?

Wenn ihr Erkältungssymptome wie Fieber oder Husten bei eurem Baby oder Kind feststellt, dann solltet ihr sofort beim Arzt oder ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) anrufen.

Bleibt ansonsten zu Hause und vermeidet den Kontakt mit anderen Personen bis geklärt ist, ob ihr mit dem Virus infiziert seid oder nicht.

Was tun, wenn unser Baby oder Kind COVID-19 hat?

Wenn ihr wisst, dass euer Neugeborenes, Baby oder Kind die Krankheit hat gibt es nur eins, was ihr tun könnt: Die Anweisungen eures Arztes genau befolgen.

Außerdem gilt es, ruhig zu bleiben und euch daran zu erinnern, dass Babys und Kinder im am wenigsten gefährdete Risikogruppe sind.

Bei Erkrankung bitte zu Hause bleiben und die Quarantäne einhalten. Auch wenn es schwer fällt: Oma und Opa sind im Normalfall die am meisten gefährdeten Mitglieder der Familie. Sie sollten keinen Kontakt zum kranken Kind haben.

Wie wird COVID-19 behandelt?

Gegen den Virus und damit die Krankheit an sich gibt es kein Gegenmittel. Daher werden lediglich die Symptome behandelt. Dazu gehören Fieber, Husten und im schweren Verlauf die Atembeschwerden.

In einigen Fällen kann das Coronavirus eine Erkrankung mit Bakterien nach sich ziehen. In diesen Fällen wird der Patient mit Antibiotika behandelt. Diese richten nichts gegen die Viren aus, helfen lediglich bei der Zweitinfektion.

In Zukunft wird es hoffentlich einen Impfstoff gegen den Virus geben, damit einer Erkrankung vorgebeugt werden kann. Das kann aber noch einige Monate, vielleicht sogar Jahre dauern.

Wie wirkt sich das Coronavirus und COVID-19 auf Schwangere und ungeborene Babys aus?

Bislang ist noch nicht bekannt ob schwangere Frauen sich leichter mit dem Virus anstecken können. Es gibt allerdings Belege dafür, dass Schwangere durch Veränderungen in ihrem Immunsystem insgesamt anfälliger sind für Viruserkrankungen. Ob das auch für den Coronavirus gilt ist noch nicht bekannt.

Es ist auch noch nicht bekannt, ob der Verlauf von COVID-19 bei Schwangeren schwerer ist als bei nicht-schwangeren Personen. Es ist möglich, da es der Fall bei anderen Coronaviren und bei SARS ist.

Schwangere sollten daher besonders auf Hygiene und Abstand vor (möglicherweise) infizierten Personen achten.

Es ist ebenfalls noch nicht bekannt, wie sich COVID-19 auf das ungeborene Kind auswirkt. Bekannt ist jedoch, dass sehr hohes Fieber im ersten Trimester zu Komplikationen führen kann. Außerdem wissen wir, dass Krankheiten wie Grippe negative Auswirkungen auf das ungeborene Kind haben können, wie z.B. ein geringes Geburtsgewicht oder Frühgeburten.

Über die Langzeitfolgen weiß man noch viel zu wenig, um Aussagen machen zu können.

Die gute Nachricht: Bislang ist kein Fall bekannt, bei dem eine schwangere Mutter den Virus an ihr ungeborenes Kind weitergegeben hat.

Das heißt nicht, dass es unmöglich ist. Dazu ist noch zu wenig bekannt. Aber bisher gibt es keinen Hinweis darauf, dass eine Ansteckung stattfindet.

Allerdings gibt es inzwischen Fälle, in denen sich Neugeborene direkt nach der Geburt angesteckt haben.

Ist COVID-19 nicht schlimmer als die Grippe?

Das ist eine Aussage, die man lange in den Nachrichten gehört hat. Die Stimmen werden aber immer leiser und weniger, seit man die Auswirkungen des Virus und der Krankheit life beobachten kann.

Denn inzwischen stellt sich heraus, dass COVID-19 vielleicht doch nicht ganz so harmlos ist, wie viele es am Anfang fast spöttisch verkündet haben.

COVID-19 breitet sich extrem schnell aus, hat eine vergleichsweise hohe Todesrate und etwa ein Fünftel aller Patienten muss im Krankenhaus versorgt werden.

Wo kann ich mich über den aktuellen Coronavirus und COVID-19-Stand informieren?

Wichtige Telefonnummern

  • 116 117: Ärztlicher Bereitschaftsdienst
  • 115: Einheitliche Behördennummer
  • 0800 011 77 22: Patientenberatung Deutschland
  • 030 346 465 100: Bundesgesundheitsministerium, Bürgertelefon

Ein wichtiger Hinweis zum Schluss:

Ich bin kein Arzt und gebe auch nicht vor einer zu sein. Ich bin keine Krankenschwester, kein Biologe, kein Chemiker oder sonstiger Wissenschaftler. Ich habe nur versucht die aktuellen Fakten einigermaßen verständlich hier zusammenzutragen.

Denn die Unsicherheit ist groß.

Ich lade euch ein, hier eure Kommentare, Ergänzungen und durchaus auch Berichtigungen als Kommentar zu hinterlassen. Ich versuche den Artikel einigermaßen aktuell zu halten und mit neuen Erkenntnissen upzudaten.

Bleibt gesund.

Eure Katja

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