Erfahrungsbericht von Anna – Ganzheitliche Schwangerschaft mit Hausgeburt

Heute berichtet uns Anna von ihren Erfahrungen in ihrer dritten Schwangerschaft.

Anna ist 30 Jahre alt und Yogalehrerin aus Bochum. Sie hat drei wundervolle Kinder im Alter von 4 und 2 Jahren und 8 Monaten.

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Erzähl uns ein bisschen was darüber, wie du schwanger geworden bist.

Ich wusste irgendwie direkt nach der Geburt meiner Tochter (meine 2. Geburt), dass wir noch ein Baby bekommen werden. Ende November des gleichen Jahres wurde ich wieder schwanger. Da war meine Kleine gerade mal 8 Monate alt.

Wie lange ist deine Entbindung jetzt her und wie geht es dir und deinem Kind?

Mein Sohn ist jetzt 8 Monate alt und uns geht es sehr gut. Der Kleine entwickelt sich gut und wir haben uns auch als fünfköpfige Familie gut zusammengefunden. Ich bin oft ziemlich müde, aber das bleibt bei 3 kleinen Kindern irgendwie nicht aus.

War das deine erste Schwangerschaft? Und verlief die Schwangerschaft so, wie du es dir vorgestellt hast?

Es war meine dritte Schwangerschaft und sie war, bis auf eine recht lange Phase mit Übelkeit und Erbrechen, wirklich wundervoll. Ich habe mich sehr wohl und fit gefühlt.

Was hat sich für dich in der Schwangerschaft geändert?

Eigentlich hat sich nichts großartig geändert.

Hattest du irgendwelche typischen oder untypischen Schwangerschaftsbeschwerden?

Mir war ziemlich lange übel und ich musste mich sehr häufig übergeben. Und ich habe körperlich gespürt, dass die letzte Geburt noch nicht allzu lang her war. Mein Becken und vor allem mein Beckenboden haben mir das deutlich zu spüren gegeben.

Hast du etwas Bestimmtes für deine Gesundheit und dein Wohlbefinden getan? z.B. Ernährung, Pflege, Medikamente…

Mein größtes Ziel war es, für meine beiden Kinder fit zu bleiben. Ich bin sehr viel gelaufen, habe täglich Yoga gemacht und gezielt meine Beckenbodenmuskulatur trainiert. Neben der Bewegung hat auch eine gesunde Ernährung einen großen Teil zu meinem Wohlbefinden beigetragen.

Erfahrungsbericht AnnaHast du in der Schwangerschaft auf irgendetwas verzichtet? z.B. Ernährung, Aktivitäten…

Ich habe ab dem 4. Monat begonnen, weitestgehend auf Zucker und Zuckeralternativen zu verzichten. Das hat mir unheimlich gutgetan und ich habe es seitdem beibehalten

Hast du Kontakt zu anderen Schwangeren oder Müttern gesucht?

Durch die Yogakurse für Schwangere, die ich unterrichte, hatte ich natürlich immer Kontakt zu anderen Schwangeren und Müttern. Gezielt danach gesucht habe ich allerdings nicht.

Wie hast du dich auf die Geburt vorbereitet?

Ich habe viel meditiert und Reiki angewendet, um ganz bewusst mit meinem Kind in Kontakt zu kommen. Unsere Zeit für uns war meist dann, wenn alle schon – oder noch –  geschlafen haben. Ich habe auch viel Yoga gemacht, getönt und den Atem fokussiert, da ich wusste, dass mir das während der Geburt helfen kann.

Welche Hilfsmittel haben dir während der Schwangerschaft und während der Geburtsvorbereitung geholfen? z.B. Kurse, Bücher, Apps…

Ich fand das Buch „Atmen, Singen, Gebären“ von Frederick Leboyer fand ich ganz wunderbar und die Texte aus seinem Yogabuch für die Schwangerschaft „Weg des Lichts“ waren sehr inspirierend.

Ich habe in dieser Schwangerschaft auch zum aller ersten Mal einen Geburtsvorbereitungskurs besucht. Aber eher mit der Intention, Zeit für mich und das Baby in meinem Bauch zu haben.

Hattest du einen Geburtsplan und wie sah dieser aus?

Wir haben, wie auch bei meiner Tochter, eine Hausgeburt geplant. Deshalb mussten hier natürlich ein paar Vorbereitungen getroffen werden. Ansonsten habe ich die Geburt aber einfach auf mich zukommen lassen.

Ich wusste bereits aus den Geburten davor, dass ich mich im Vierfüßlerstand am wohlsten fühle, deshalb habe ich schon während der Schwangerschaft viel in dieser Position geübt. Also die Atmung und das Tönen und ein paar entspannte Bewegungen für die Wehenpausen.

Ist die Geburt nach Plan verlaufen? Hast du Lust, uns von der Geburt zu erzählen?

Ich weiß gar nicht warum, aber ich bin irgendwie davon ausgegangen, dass die Geburt wieder in der Nacht stattfinden würde. Deshalb habe ich mir nichts dabei gedacht, als ich am Geburtstag das morgendliche Programm unter regelmäßigen Wehen abgespult habe.

Auf dem Weg zur Kita (wir gehen die 1,5 km jeden Morgen und Nachmittag zu Fuß), musste ich zwischendurch schon stehen bleiben und etwas veratmen. Ich habe den großen in die Kita gebracht und bin dann mit meiner Tochter wieder nach Hause gelaufen. Das war schon etwas schwieriger und der Weg zog sich enorm.

Da die Wehen mittlerweile alle 5 Minuten kamen, beschloss ich meine Hebamme und meinen Mann anzurufen. Zuhause waren die Wehen dann schon ziemlich heftig und ich war froh, dass mein Mann seinen Dienst frühzeitig beenden konnte.

Erfahrungsbericht AnnaDie erste Hebamme (Helena) kam dann auch gegen 10:30 Uhr bei uns an. Sie untersuchte den Muttermund (das erste und das letzte Mal überhaupt in dieser Schwangerschaft, dass ich vaginal untersucht wurde) und wir konnten uns sicher sein, dass unser Kind in den nächsten Stunden geboren wird.

Ich war sehr beruhigt, dass meine Tochter für ein paar Stunden zu unseren lieben Nachbarn konnte und ich mich dann ganz auf mich konzentrieren konnte. Ab dem Punkt habe ich dann auch jegliches Zeit- und Raumgefühl verloren und habe mich ganz bewusst auf jede Wehe eingelassen, geatmet, getönt und mich ganz intuitiv bewegt. Ich konnte ganz in diese Welt abtauchen und mich voll und ganz auf unsere Geburt konzentrieren. Ich konnte ganz bei mir sein, weil Helena sehr zurückhaltend war und mich auch, während sie zwischendurch die Herztöne kontrollierte, nicht aus dieser Trance rausholte.

Zu welchem Zeitpunkt die zweite Hebamme (Lena) und eine Praktikantin eintrafen kann ich gar nicht sagen. Und von dem ganzen Drumherum im Wohnzimmer habe ich auch nichts mitbekommen.

Ich habe irgendwann gespürt, dass sich die Wehen verändern und mein Kind Stück für Stück in mein Becken rutscht. Das war ein sehr schönes Gefühl. Und auch die Phasen zwischen den Wehen wurden merklich länger und ich konnte etwas Kraft schöpfen. Dieses Gefühlskarussell aus Vorfreude, Neugierde auf dieses Menschenwesen und totaler Verzweiflung war überwältigend. Ich bin immer noch sehr dankbar über Lenas aufbauende und Mut machende Worte.

Irgendwann hatte ich dann deutlich das Gefühl, sanft mitschieben zu müssen und war darauf eingestellt, den Kopf meines Kindes entgegen zu nehmen. Doch da kam auf einmal während einer Wehe das komplette Kind aus mir raus. Zum Glück konnte Helena ihn noch auffangen und sanft zu Boden legen.

Ich war irgendwie überwältigt und habe erstmal geschaut, ob es ein Junge, oder ein Mädchen ist. Und dann konnte ich meinem Sohn immerzu nur sagen, dass wir (mein Sohn und ich) das gut gemacht haben. Das haben wir gut gemacht. So eine Kraft, so eine Liebe. Ich bin so dankbar, dass ich diese Geburt, dank meiner wundervollen Hebammen, so erleben durfte. Alles war so würdevoll und respektvoll.

Wie schnell hast du dich von der Geburt erholt und wie ging es dir in den ersten Tagen und Wochen?

Ich habe mich recht schnell erholt. Mein Mann musste leider nach einer guten Woche wieder arbeiten gehen. Das war schon fordernd im postnatalen Hormonwirrwarr den Alltag weitestgehend allein zu bewältigen. Ich habe körperlich und psychisch etwas länger gebraucht als nach den Geburten davor. Mein Körper hat mir deutliche Signale gesendet.

Was hättest du anders gemacht, wenn du jetzt nochmal anfangen könntest?

Die Geburt hätte gar nicht anders, bzw. schöner laufen können für mich. Allerdings hätte ich gerne das frühe Wochenbett etwas ruhiger gestaltet. Mir vielleicht auch mehr Unterstützung gewünscht und eingefordert. Ich frage mich allerdings wie es mit 3 kleinen Kindern möglich ist. Ich schätze wir haben das Beste draus gemacht.

Was möchtest du anderen Schwangeren mit auf den Weg geben? Was hättest du dir als Info gewünscht?

Habe Vertrauen in dich und dein Baby. Habe Vertrauen in deinen Körper. Habe keine Angst.
Geburt hat unglaublich viel mit Demut und Hingabe zu tun. Genauso wie das Mamasein.

Ein Zitat von Frédérick Leboyer hat mich die gesamte Schwangerschaft begleitet und ist mir auch jetzt noch eine große Stütze:

„Nicht ausweichen.
Auch nicht kämpfen.
Sondern sich öffnen:
wie die Mutter ihrem Kind,
wie das Meer dem Orkan“

 

Ihr könnt mehr über Anna und ihre Familie in ganz vielen liebevollen Bildern auf Instagram erfahren:
http://instagram.com/mamaimmond

 

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