Erfahrungsbericht von Martina: Natürliche Geburt nach künstlicher Einleitung

Martina ist eine junge Mutti von zwei kleinen Mädchen mit einem Altersunterschied von 19 Monaten. Sie liebt es, Mama zu sein, aber sie ist nicht „verrückt“ geworden. Sie erzieht ihre Kinder ohne Ratgeberbücher und liest lieber Erfahrungen von ganz normalen Müttern, wie sie selbst ist.

Sie versucht, gesund zu leben, Sport zu machen und dazu ihren Haushalt in Ordnung zu halten.

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Erzähl uns ein bisschen was darüber, wie du schwanger geworden bist.

Mit meinem Mann war ich erst ein Jahr zusammen. Er wollte schon von Anfang an ein Kind haben. Ich habe es irgendwie nicht so ernst genommen. Ich war erst 20 und dachte, ich habe noch Zeit dafür. Da wir aber darüber immer mehr sprachen, wollte ich nach einiger Zeit auch ein Baby und nach langen Gesprächen waren wir bereit.

Es klappte schnell. Als meine Periode einmal nicht kam, war ich im Moment schockiert. Ich wollte den Schwangerschaftstest nicht machen, weil ich Angst hatte. Ich war schon in der achten Woche als ich das erste Mal zum Frauenarzt ging.

Erfahrungsbericht Martina

Wie lange ist deine Entbindung jetzt her und wie geht es dir und deinem Kind?

Mein erstes Kind ist jetzt drei Jahre alt und sie ist ein großes Kindergarten-Mädchen. Uns geht es super. Inzwischen ist meine zweite Tochter geboren.

War das deine erste Schwangerschaft? Und verlief die Schwangerschaft so, wie du es dir vorgestellt hast?

Es war meine erste Schwangerschaft und diese verlief fast unproblematisch.

Ich hatte Übelkeit, die ersten drei Monate. Aber nicht morgens, sondern nach dem Mittagessen und danach musste ich dringend eine halbe Stunde schlafen. Da es meine erste Schwangerschaft war, hatte ich keine Vorstellungen. Ich wusste nicht, was mich in der Zeit erwartet.

Ich bin bis zur Entbindung in die Arbeit gegangen und habe ganz normal gelebt.
Und ich habe das ganze Schwangerschaft ohne Umstandsmode erlebt. Ja, es geht!

Was hat sich für dich in der Schwangerschaft geändert?

Auf jeden Fall war es die Sicht auf mich selbst. Ich hatte großes Angst von Blicken von fremden Menschen, vor allem, weil ich erst 20 Jahre alt war. Und ich wohnte in einem kleinen Dorf. Ich musste mich erstmal selbst finden und meinen wachsenden Bauch nicht verstecken.

Hattest du irgendwelche typischen oder untypischen Schwangerschaftsbeschwerden?

Typische Beschwerden waren meine Übelkeit und Müdigkeit. Untypisch war Zeit der Übelkeit, also nach dem Mittagessen.

Hast du etwas Bestimmtes für deine Gesundheit und dein Wohlbefinden getan? z.B. Ernährung, Pflege, Medikamente…

Ich habe gemacht, was mir Spaß machte. Da ich auch vor der Schwangerschaft ins Fitnessstudio ging, habe ich das weitergemacht. Ich ging dort bis zum achten Monat, und ihr hättet die Blicke von anderen sehen sollen… Wie ich schon oben erwähnte, lebe ich in einer kleinen Stadt. Da war es einfach nicht so oft zu sehen, dass eine schwangere Frau ins Fitnessstudio geht.

Auf Ernährung habe ich weniger geachtet. Zum Beispiel waren zwei Scheiben Nutella Brot um Mitternacht wohl nicht so gesund.

Erfahrungsbericht MartinaHast du in der Schwangerschaft auf irgendetwas verzichtet? z.B. Ernährung, Aktivitäten…

Solange sich eine schwangere Frau gut fühlt und keine Beschwerden oder Probleme hat, sollte sie, meine Meinung nach, viel Bewegung haben. Lange Spaziergänge oder eben auch Sport können zu einem schnelleren und besseren Verlauf der Geburt führen.

Hast du Kontakt zu anderen Schwangeren oder Müttern gesucht?

Eigentlich nicht. Ich habe mich bei meiner Frauenärztin mit mehreren Schwangeren getroffen, oder eben im Krankenhaus bei der CTG-Kontrolle. Meine Schwester war auch schwanger, also hatte ich doch Kontakt. Aber aus der Zeit sind nur ein paar meine Freundinnen bis jetzt geblieben.

Wie hast du dich auf die Geburt vorbereitet?

Ich habe mit dem Geburtsballon von Epi-no geübt. Es ist ein medizinisches Trainingsgerät für Beckenbodenübungen und es hilft sehr, eine natürliche Geburt ohne Dammriss zu haben.

(Anmerkung von kleine-fische.com: Epi-no und Ähnliches sind Geräte, die unter Hebammen und Ärzten sehr umstritten sind. Bitte informiert euch sehr genau, bevor ihr solch ein Hilfsmittel anwendet und sprecht in jedem Fall VOR ANWENDUNG mit eurem Frauenarzt darüber.

Nach unseren Recherchen gab es zwar eine positive (nicht-medizinische) Pilotstudie aus dem Jahr 1999 für das Gerät, allerdings konnten die positiven Ergebnisse in den darauffolgenden Studien nicht repliziert werden. Eine medizinische Studie aus dem Jahr 2004 (Frauenklinik und Poliklinik der Technischen Universität München Klinikum rechts der Isar) sagt: „Das wichtigste und am meisten propagierte Ziel des Trainingsgerätes Epi-No® stellt die Reduktion der Episiotomierate dar. In unserer Studie konnten wir keinen
wesentlichen Unterschied bei den Dammschnittraten von Studiengruppe und
Kontrollgruppe feststellen […]“ 

Das liegt wahrscheinlich daran, dass sich in den letzten 20 Jahren die Geburtsvorbereitung und auch der Geburtsablauf wesentlich verändert haben. Es werden kaum noch präventive Dammschnitte durchgeführt und es werden Geburtsstellungen vermieden, die Dammrisse begünstigen – hauptsächlich ist das die Rückenlage mit angezogenen Beinen. Zusätzlich dazu kann sich eine Dammmassage ebenfalls günstig auf den Geburtsverlauf auswirken.)

Hattest du einen Geburtsplan und wie sah dieser aus?

Bei uns im Krankenhaus schreibt man keinen Plan, aber Vorstellungen in meinem Kopf hatte ich selbstverständlich. Bei mir war wichtig: Natürliche Geburt ohne Eingriffe oder Medikamente, schnelle und schmerzfreie Geburt und dazu ein gesundes Baby. Ich habe ein gesundes Baby bekommen und dafür bin ich dankbar.

Ist die Geburt nach Plan verlaufen? Hast du Lust, uns von der Geburt zu erzählen?

Ich lag eine Woche vor dem errechneten Geburtstermin wegen erhöhtem Blutdruck im Krankenhaus. Um Mitternacht von Montag auf Dienstag bekam ich ein Zäpfchen mit synthetischem Prostaglandin. Innerhalb von zwei Stunden hatte ich regelmäßige Wehen. Am Dienstag um 6:50 Uhr war meine erste Tochter bei uns.

Wie schnell hast du dich von der Geburt erholt und wie ging es dir in den ersten Tagen und Wochen?

Bei uns im Krankenhaus bleibt man gewöhnlich vier bis sieben Tage nach der Geburt dort liegen. Der Kinderarzt untersucht und wiegt das neugeborene Baby jeden Tag. Die Mutter wird ebenfalls untersucht, geht zum Ultraschall, ob sich alles richtig zurückgebildet hat.

Die Hebammen helfen mit dem Stillen und ich finde es ist perfekt so! Denn als Neumama mit einem kleinen Baby fühlt man sich nicht gleich überfordert, sondern ist unter Beobachtung. Alles ist an einem Ort und die Mutter kann sich nur auf das Baby konzentrieren.

Was hättest du anders gemacht, wenn du jetzt nochmal anfangen könntest?

Ich bin glücklich, dass ich die Möglichkeit hatte, wieder anfangen zu können – und zwar bei meiner zweiten Tochter. Ich bin nicht mehr so ängstlich, bin viel entspannter, was zum Beispiel Schlafenszeit angeht. Ich merke das an meiner zweiten Tochter, dass meine Gelassenheit an sie einfach super wirkt und sie viel weniger geweint hat.

Was möchtest du anderen Schwangeren mit auf den Weg geben? Was hättest du dir als Info gewünscht?

Nicht jede Schwangerschaft ist schön und nicht jede Mutter fühlt sich in ihrem Körper wohl. Doch das, was danach kommt, wird alles übertreffen. Wenn du dein Baby – dein Glück in deinen Händen hast, weiß du, dass sich das Ganze gelohnt hat. Glaub an Dich selbst und vertraue deinem Baby!

Mehr über Martina und ihre Familie erfahrt ihr in ihrem Familien-Blog (es lohnt sich schon wegen den Kuchenrezepten):
https://www.jomamis.de

Oder auf Instagram: https://www.instagram.com/jomami_s/

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