Erfahrungsbericht von Nele: Wenn (fast) alles so läuft wie es soll!

Nele ist 23 Jahre alt und zweifache Mama aus NRW. Sie nimmt sich nur sechs Wochen nach der Entbindung ihres zweiten Kindes die Zeit, uns von ihrer zweiten Schwangerschaft zu berichten.

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Erzähl uns ein bisschen was darüber, wie du schwanger geworden bist.

Wir wollten immer ein zweites Kind. Wir haben es nicht gezielt versucht, aber auch nicht verhütet. Als mein Mann dabei war sich selbstständig zu machen und der Umzug anstand, haben wir beschlossen, vielleicht noch ein Jahr mit der weiteren Familienplanung zu warten.

Als wir das beschlossen haben, war ich aber bereits schwanger.

Wie lange ist deine Entbindung jetzt her und wie geht es dir und deinem Kind?

Die Entbindung ist 6 Wochen her, der Kleinen geht es super.

War das deine erste Schwangerschaft? Und verlief die Schwangerschaft so, wie du es dir vorgestellt hast?

Es war die zweite Schwangerschaft. Es gab keine Probleme außer Übelkeit und schlechten Eisenwerten. Damit hatte ich nach der ersten Schwangerschaft aber schon gerechnet.

Was hat sich für dich in der Schwangerschaft geändert?

Eigentlich nichts. Meine „Große“ war fast zwei als ich wieder schwanger wurde. Kleinkind, Umzug, Selbständigkeit, Kiga Eingewöhnung, Hochzeit, da lief die zweite Schwangerschaft eher nebenher.

Hattest du irgendwelche typischen oder untypischen Schwangerschaftsbeschwerden?

Ja, Übelkeit. Man möchte unbedingt etwas bestimmtes essen und in dem Moment wo es fertig ist, möchte man es schon gar nicht mehr. Alles was ich gegessen habe, durfte ich auch kurze Zeit später wiedersehen.

Und ich hatte Heißhunger auf alles mit Äpfeln. Äpfel, Apfelmus, Apfeltaschen von McDonalds und Apfelstrudel. In meiner ersten Schwangerschaft war es übrigens Ananas und Bauchfleisch.

Hast du etwas Bestimmtes für deine Gesundheit und dein Wohlbefinden getan? z.B. Ernährung, Pflege, Medikamente…

Ich habe Folsäure und Eisentabletten genommen. Gegessen habe ich immer worauf ich Lust hatte.

Meine Mutter hatte mir ein Pflegeöl für den Bauch gekauft, das habe ich aber sehr selten benutzt.

Hast du in der Schwangerschaft auf irgendetwas verzichtet? z.B. Ernährung, Aktivitäten…

Ich habe kein Mett gegessen und auch auf sowas wie Teewurst verzichtet, da das ja roh ist.
Salami habe ich nach einem Vortrag von meinem Mann (Fleischermeister) trotzdem gegessen. Allerdings keine weichen.

Hast du Kontakt zu anderen Schwangeren oder Müttern gesucht?

Nein, einige meiner Freundinnen sind Mütter, einige nicht. Da hat sich nichts verändert.

Wie hast du dich auf die Geburt vorbereitet?

Gar nicht. Ich lass manche Dinge einfach gerne – und ohne viele Gedanken und Sorgen – auf mich zukommen.

Einen Geburtsvorbereitungskurs wollte ich nicht machen, da der letzte ja nicht allzu lange her war und ich es ganz grausam fand, hochschwanger auf diesen Matten zu hocken

Hattest du einen Geburtsplan und wie sah dieser aus?

Der einzige Plan den ich hatte, war nicht zu früh ins Krankenhaus zu fahren. Bei meiner ersten Geburt war ich eigentlich die ganze Eröffnungsphase im Krankenhaus. Die ersten Wehen bis ich merke, dass es richtig losgeht, wollte ich dieses Mal gerne zu Hause „aushalten“.

Ist die Geburt nach Plan verlaufen? Hast du Lust, uns von der Geburt zu erzählen?

Ja, im Großen und Ganzen schon. Ich hatte ab der 37 Schwangerschaftswoche starke Senkwehen. Der Muttermundsbefund war 5 Tage vor dem Entbindungstermin immer noch geburtsunreif, was mich ehrlich gesagt nervte.

Unsere Große kam bei 38+4 und ab exakt diesem Tag der zweiten Schwangerschaft wartete ich immer mehr. Natürlich ging ich entgegen meiner Hoffnung über den Entbindungstermin.

Am Sonntag, den 25. März, genau am Entbindungstermin, bekam ich plötzlich starke Wehen. Ich dachte wirklich, es geht los. Sie kamen über Stunden alle 8-10 Minuten. Ich ging abends ins Bett und die Wehen waren (leider) weg.

Erfahrungsbericht NeleAm nächsten Tag hatte ich einen Kontrolltermin beim Frauenarzt. Am CTG wurde natürlich nicht eine Wehe mehr aufgezeichnet. Meine Laune war dementsprechend schlecht. Sogar mein Mann hatte mich an dem Tag zum Frauenarzt begleitet, weil er mich nicht mehr alleine mit dem Auto fahren lassen wollte. „Falls es plötzlich losgeht“, sagte er. Haha, sehr witzig, meine Hoffnung war ja eh dahin.

Natürlich ist noch kein Kind im Bauch geblieben, aber daran dachte ich nicht. Wenigstens mein Frauenarzt konnte mich an dem Tag glücklich machen, indem er mir sagte, dass mein Muttermund 4 cm offen ist und der Gebärmutterhals verstrichen. Er machte zusätzlich noch eine Eipollösung und bat mich für Mittwoch noch einen Termin mitzunehmen. Auch wenn er glaubte mich da nicht mehr zu sehen.

Der Montag und Dienstag vergingen mit keinen bis unregelmäßigen, schwachen Wehen. Dienstagabend wurden sie stärker und regelmäßig. Mein Mann wollte los ins Krankenhaus. Ich aber nicht, weil ich mir noch nicht sicher war, ob es losgeht oder nicht. Ich ging also ins Bett. Um kurz vor zehn, wollte ich dann doch lieber fahren. Schwiegermutter kam zu uns, um auf Isabel aufzupassen.

Die Autofahrt war sehr kurz und unerträglich. Inzwischen waren die Wehen sehr stark und kamen alle drei Minuten. Im Kreißsaal angekommen, kam ich erst ans CTG. Die Wehen, die ich hatte, wurden aber nicht aufgezeichnet. Die Hebamme schaute nach dem Muttermund: 6 cm.

Die Wehen kamen so schnell hintereinander, dass ich eigentlich keine Zeit hatte, Kraft zu sammeln. Ich musste mich übergeben; mir war schwindelig. Ich konnte vor Schmerzen weder liegen noch sitzen. Nur stehen ging, was aber wahnsinnig anstrengend ist.

Irgendwann kniete ich mich aufs Kreißbett, mit dem Oberkörper über die Lehne hängend. Meine Fruchtblase platzte und im selben Moment gingen die Presswehen los. Ich weiß noch genau, wie ich gejammert habe. Ich war in meinem Kopf noch überhaupt nicht soweit und plötzlich wurde meine Hose nass. „Helft mir, alles ist nass. Es ist alles nass,“ habe ich geweint. Im Nachhinein muss ich darüber schmunzeln.

Die zweite Geburt war schmerztechnisch wirklich schlimmer als die erste. Um Einiges.
Um 01:26 Uhr am 28.03.2018 wurde unsere Charlotte mit 3440g und 50 cm geboren. Sie war kerngesund und wir überglücklich. Ich war wieder guter Dinge, da der Schmerz ja vorbei war.

Im Übrigen auch alles ohne Geburtsverletzungen.

Wie schnell hast du dich von der Geburt erholt und wie ging es dir in den ersten Tagen und Wochen?

Sehr schnell. Ich konnte zu meiner Überraschung eine Stunde nach der Geburt aufstehen, um mich zu waschen. Gesundheitlich fühlte ich mich, als wäre nichts gewesen, bis auf den hängenden, leeren Bauch und den Wochenfluss natürlich.

Was hast du in den ersten Tagen, Wochen und Monaten für dich selbst und deine Erholung bzw. Rückbildung gemacht?

Charlotte ist 6 Wochen alt. Ich war sofort in meinem Alltag wieder drin. Ich habe mir auch nicht wirklich viel Zeit genommen, mal alle fünf gerade sein zu lassen. Meine Tochter wollte nach wie vor in den Kindergarten gebracht werden, die Firma war auch noch da und mein Haushalt macht sich auch nicht von selber.

Aber mir ging es gut damit. Als Charlotte 2 Wochen alt war, sind wir sogar in den Urlaub nach Dänemark gefahren. Es war einfach herrlich.

Rückbildung steht noch an, mein Kurs hat noch nicht begonnen.

Was hättest du anders gemacht, wenn du jetzt nochmal anfangen könntest?

Nichts.

Was möchtest du anderen Schwangeren mit auf den Weg geben? Was hättest du dir als Info gewünscht?

Macht euch keinen Stress. Habt keine Sorge vor der Geburt. Lasst alles auf euch zukommen, denn es kommt ja eh immer anders als man denkt. Lasst euch keine Tipps geben wie „Schlaft um euer Leben“. Denn mal ehrlich: So wenig schläft man mit Baby in der Regel nicht.

Meine Hebamme sagte zu mir: „Es gibt nichts Schlimmeres, als eine hypergestresste, nervöse Mutter.“ Ja, der Meinung bin ich auch. Wenn ihr entspannt seid, dann ist euer Kind es auch.

Genießt die Schwangerschaft in vollen Zügen, auch wenn alles nervt und man sich für immer schwanger vorkommt. Es ist wirklich noch kein Baby drinnen geblieben.

Lieben Dank an Nele! Ihr könnt mehr über sie und ihre Familie auf Instagram erfahren:

http://www.instagram.com/herzanderhand

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