Erfahrungsbericht von Nini – Zwillingsschwangerschaft mit geplantem Kaiserschnitt

Heute schreibt Nini über ihre Erfahrungen in ihrer Schwangerschaft. Sie ist 37 Jahre alt und Mama von drei Kindern. Ihr Großer ist fünf Jahre und ihre Zwillinge sind 2,5 Jahre alt. Zur Familie gehören ihr Mann und ihre Tibet-Terrier Hündin Elli.

Auf ihrem Blog Mamazeiten.com berichtet sie über Familienthemen, DIY-Projekte und praktische Haushalts- und Spartipps.

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Erzähl uns ein bisschen was darüber, wie du schwanger geworden bist.

Unsere Zwillinge sind Wunschkinder. Es hat schnell geklappt. Aber bis zur 12. Woche haben mir zwei Frauenärzte bestätigt, dass es nur ein Kind ist. Erst danach konnte meine kleine Tochter auf dem Ultraschall gesehen werden und ich bekam einen Eintrag „Gemini“ in den Mutterpass.

Der Arzt gratulierte selbstverständlich zur Zwillingsschwangerschaft. Aber wir waren sprachlos.

Wie lange ist deine Entbindung jetzt her und wie geht es dir und deinem Kind?

Die Beiden sind 2,5 Jahre alt, quatschen den ganzen Tag und sind gesund und munter. Sie entwickeln sich prima und bis auf den jährlichen Infekt, haben wir noch keine Kinderkrankheiten gehabt.

War das deine erste Schwangerschaft? Und verlief die Schwangerschaft so, wie du es dir vorgestellt hast?

Erfahrungsbericht NiniNein, es war meine dritte Schwangerschaft. Mein Sohn ist über ET geboren, danach haben wir unsere Kleine leider viel zu früh gehen lassen müssen und dann kamen die Zwillinge.

In meiner ersten Schwangerschaft hatte ich bereits Blutungen, in der Zwillingsschwangerschaft dann auch. Die Kleine war immer kleiner und zarter und deswegen mussten wir zur Feindiagnostik und ich hatte ständig Angst, dass irgendetwas nicht in Ordnung sein könnte. Die letzten drei Wochen vor der Geburt hat der Frauenarzt immer 2.300 Gramm gemessen. Da habe ich mir erneut Gedanken gemacht, ob sie wirklich gesund ist. Zum Glück hat er Recht behalten. Dennoch kamen die Zwillinge mit einem Kilo Gewichtsunterschied zur Welt.

Was hat sich für dich in der Schwangerschaft geändert?

Nachdem wir unser Sternenkind haben gehen lassen müssen, habe ich das Leben mehr zu schätzen gewusst. Und als der Schock über die Zwillinge verdaut war, haben wir es positiv gesehen und daran geglaubt, dass unser Sternchen zu uns zurückkommen möchte.

Ich habe diese Schwangerschaft bewusst erlebt und mich auf die Beiden sehr gefreut.

Hattest du irgendwelche typischen oder untypischen Schwangerschaftsbeschwerden?

Bei meinem Sohn wollte ich ständig Mandarinen und Orangensaft. Bei den Zwillingen hatte ich ziemliche Probleme mit der Symphyse und Sodbrennen. Ich hätte niemals gedacht, dass ich sitzend schlafen kann. Es war schrecklich.

Hast du etwas Bestimmtes für deine Gesundheit und dein Wohlbefinden getan?

In der ersten Schwangerschaft habe ich Akkupunktur von der Hebamme bekommen. Eigentlich auch, damit der junge Mann sich auf den Weg macht – wollte er damals aber nicht. Bei den Zwillingen habe ich Magnesium genommen, das im übrigen auch gut gegen Sodbrennen hilft. Folsäure in der ersten Zeit habe ich auch immer genommen, danach die Kombi mit Fischöl.

Hast du in der Schwangerschaft auf irgendetwas verzichtet?

Ja, ich habe kein Sushi, keine Salami oder Brötchen bspw. mit Remoulade gegessen. Auch Speisen mit rohem Ei nicht.

Erfahrungsbericht niniHast du Kontakt zu anderen Schwangeren oder Müttern gesucht?

Im Vorbereitungskurs und in einer Facebook-Gruppe für Zwillingsmamas. Dort haben sie mir wirklich sehr geholfen. Denn ab der 20. Woche ist der Bauch so groß wie bei einer Einlingsschwangerschaft. Das war schon ziemlich heftig. Nach einer gewissen Zeit war es für mich völlig normal, dass wir Zwillinge bekommen. Der Austausch hat richtig gut getan.

Wie hast du dich auf die Geburt vorbereitet?

Ich habe versucht so lange wie möglich durchzuhalten und meine Sorgen in den Griff zu bekommen, damit die Babies nicht den ganzen Stress ab bekommen. Ansonsten war aufgrund der Beckenendlage (also Füße nach unten) klar, dass es ein geplanter Kaiserschnitt werden wird.

Welche Hilfsmittel haben dir während der Schwangerschaft und während der Geburtsvorbereitung geholfen?

Der Schwangerschaftskurs und die Facebook-Gruppe. Bücher habe ich gar nicht gelesen.

Hattest du einen Geburtsplan und wie sah dieser aus?

Nein, kein Geburtsplan.

Ist die Geburt nach Plan verlaufen? Hast du Lust, uns von der Geburt zu erzählen?

Der Kaiserschnitt selbst verlief unkompliziert. Mein Sohn ist zu Beginn der Minute auf die Welt gekommen und meine Tochter in derselben Minute.

Wie schnell hast du dich von der Geburt erholt und wie ging es dir in den ersten Tagen und Wochen?

Leider ging es mir nach der Geburt nicht so gut, da die Spinale sehr oft gestochen werden musste und dann Hirnwasser im Rückenmark versickert ist. Die Folge davon sind höllische Kopfschmerzen, die auch mit Schmerzmitteln nicht wirklich richtig verschwinden. Das Krankenhausbett hat dazu beigetragen, dass der komplette Halswirbelbereich verspannt war.

Vom Kaiserschnitt selbst, habe ich mich schnell erholt. Ich habe das Krankenhaus nach drei Tagen verlassen. Bei meinem Sohn hatte ich die Beschwerden nicht und bin ebenfalls nach drei Tagen nach Hause.

Was hast du in den ersten Tagen, Wochen und Monaten für dich selbst und deine Erholung bzw. Rückbildung gemacht?

Nein, ich habe meinem Körper vertraut, dass er das alleine hinbekommt. Die Rückbildung nach den Zwillingen hat 1,5 Jahre gedauert. Auch heute habe ich den Eindruck, dass die Bauchmuskeln noch nicht wieder so fit sind wie vorher. Beckenboden usw. ist aber Alles wie vorher auch.

Was hättest du anders gemacht, wenn du jetzt nochmal anfangen könntest?

Ehrlich gesagt nichts – ich bin glücklich, dass die drei Kinder gesund und munter sind. Meine Schwangerschaften waren im Vergleich zu manch Anderen wirklich gut verlaufen. Die Zwillinge sind keine Frühchen und ich habe lange ausgehalten.

Was möchtest du anderen Schwangeren mit auf den Weg geben? Was hättest du dir als Info gewünscht?

Auf den eigenen Körper vertrauen und annehmen, dass eine Schwangere andere Bedürfnisse hat, als eine Nicht-Schwangere. Der Körper leistet enorm viel und als werdende Mutter bist du nicht mehr so leistungsfähig, benötigst mehr Ruhepausen und Auszeiten. Nicht umsonst gibt es die Schwangerschaftsmüdigkeit.

Auf den eigenen Körper hören und die Signale wahrnehmen und umsetzen. Außerdem auf gute Ernährung achten und die Zeit genießen – die Momente genießen, wenn kleine Füße von innen gegen den Bauch treten.

 

Erfahrungsbericht Nini Blog MamazeitenWenn ihr mehr über Nini, ihre Familie und den manchmal anstrengenden aber meistens lohnenden Alltag mit 3 Kindern erfahren möchtet, dann findet ihr sie auf ihrem wirklich lesenswerten Blog:

https/www.mamazeiten.com
oder auf Instagram und Facebook

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