Es kommt einem ewig vor. Zumindest wenn man mitten drin steckt. Neun Monate Schwangerschaft ziehen sich endlos. Sorgen, Ängste, Unsicherheiten, Beschwerden und vor allem auch die kaum auszuhaltende Vorfreude machen jeden Tag so lang wie Kaugummi.

Und schwupps ist sie vorbei.

Ein winzig kleines Würmchen ist da, das alle Aufmerksamkeit braucht und die kleinen, wunderschönen Momente gehen unter in einem Nebel aus Schlaflosigkeit und einer unendlichen Flut von neuen Eindrücken.

Manch wertvoller, unersetzlicher Moment geht da verloren. Man kann einfach nicht alles selbst behalten.

Damit ihr euch auch noch Jahre später an die schönen Erlebnisse, lustigen Malheure und kleinen Höhepunkte des Alltags erinnern könnt, habe ich euch ein paar Vorschläge zusammengestellt, wie ihr die Schwangerschaft und die Kinderzeit bewahren und immer wieder mal rauskramen könnt.

Damit geht es auch schon gleich los.

Hinweis: Dieser Artikel ist nicht gesponsert. Text und Bilder enthalten allerdings Partner-Links und damit Werbung.

Jeden Tag ein paar Zeilen

Wir fangen gleich mit dem Offensichtlichen an: einem Tagebuch.

Den Tagebuch-Gedanken werden wir noch ein paar Mal in dieser Liste aufgreifen werden. An erster Stelle kommt eine meiner Lieblings-Varianten, die ich seit Jahren selbst mache.

Ein Buch, in das jeden Tag nur ein paar Zeilen geschrieben werden. Jeden Abend kann man es sich hier mit einer Tasse Tee gemütlich machen und ein bisschen reflektieren. Das ist nicht nur gut für das Bewahren von Erinnerungen, sondern ist auch Balsam für die Seele.

Denn vor allem als frischgebackene Mama vergisst man manchmal komplett, auf sich selbst zu hören. Dieses Buch gibt euch dazu einen Anlass. Auch wenn es nur ein paar Minuten am Tag ist.

Kleiner Tipp: Fangt ruhig schon in der Schwangerschaft damit an.

Das Buch, das ich euch hier verlinkt habe könnt ihr an jedem beliebigen Tag beginnen. Fünf Jahre lang könnt ihr dieses Buch führen. Besonders schön: Ihr kommt im Jahresrhythmus immer auf die gleiche Seite zurück. Damit könnt ihr jeden Tag nachlesen, was letztes, vorletztes oder vor-vor-letztes Jahr passiert ist.

Je länger ihr es führt, desto interessanter wird das Buch. Und natürlich reicht auch ein einfaches Notizbuch. So eins hat fast jeder noch irgendwo im Schrank liegen.

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Fotos – in geordneten Bahnen

Smartphones sind Fluch und Segen. Sie ermöglichen es uns, buchstäblich Millionen Fotos zu machen. Jeder Augenblick, jeder Meilenstein, jeder Pups kann festgehalten werden.

Das Problem: Was macht man mit dieser Datenflut und wie wird man ihr Herr? Denn in diesen Millionen Fotos sind vielleicht ein paar Hundert echte Schätzchen. Aber wie macht man diese leicht zugänglich und wie kann man diese schnell mal anschauen?

Auf diese nicht ganz so leichte Frage gibt es bestimmt fast genauso viele Antworten, wie es Fotos in eurer Datenbank gibt. Daher stelle ich euch meine Lieblingsvariante in 3 Schritten vor:

  1. Sichern. Fotos, die nur auf dem Smartphone vorhanden sind, sind nur einen Wasserschaden, Kurzschluss oder Crash von der kompletten Auslöschung entfernt. Immer sichern, am besten automatisch. Geht über Google, Amazon, ICloud oder andere Dienste.
  2. Regelmäßig ordnen. Setzt euch einmal in der Woche, im Monat oder im halben Jahr hin und ordnet die Fotos, löscht die, die gar nichts geworden sind und wählt die schönsten aus.
  3. So präsentiern, dass man sie regelmäßig anschauen kann. Egal ob Diashow, Präsentation, Fotobuch, Album oder USB-Stick. Wählt die besten Fotos aus und bringt sie in ein Format, das leicht zugänglich ist und einfach angeschaut werden kann. Wie wäre es z.B. mit einem jährlichen Fotobuch? Dann hat sich auch die Frage erledigt, was man den Großeltern zu Weihnachten schenkt…

Filme! Bewegte Bilder bewegen

Filme macht man mal nicht so nebenbei. Auch wenn es inzwischen easy peasy ist, bewegte Bilder mit Handy oder Kamera zu machen, steckt hinter einem Film doch eine ganze Menge Arbeit.

Aber die Arbeit lohnt sich auch. Denn ein liebevoll gestalteter, gedrehter und geschnittener Film kann ein Meisterwerk sein, das lange Jahrzehnte erhalten bleibt und immer wieder angeschaut und gezeigt werden kann.

Also sammelt all die kleinen Filmchen, die ihr auf eurem Handy oder eurer Kamera gemacht habt und macht etwas daraus. Wenn ihr selbst dazu keine Lust, Muße oder Zeit habt, dann fragt jemanden, der sich damit auskennt.

Vielleicht gibt es in der Nachbarschaft einen begabten Schüler oder Studenten, der sich ein bisschen was dazuverdienen möchte. Oder fragt im Fotoladen nebenan nach. Auch über das Internet gibt es inzwischen Dienste, die das Schneiden von Filmen anbieten.

(Da ich selbst noch keinen dieser Dienste getestet habe, möchte ich an dieser Stelle keinen empfehlen. Aber Google kennt die entsprechenden Adressen.)

Meilensteine festhalten

Es gibt jede Menge Möglichkeiten, Meilensteine festzuhalten und für die Ewigkeit zu sichern.

Die einfachste Möglichkeit ist, sich ein Paket Meilensteinkarten oder ein Buch zu kaufen und dann entsprechend Erinnerungen festzuhalten oder Fotos zu machen.

Oft wird man an Hand der Karten oder des Buches durch die Schwangeschaft und das erste Lebensjahr des Kindes geführt.

Natürlich ist es nicht notwendig, dafür extra Geld auszugeben. Mit ein bisschen Kreativität, Zeit und Lust am Basteln kann man die Karten ganz leicht auch selbst gestalten.

Der Vorteil an selbstgestalteten Karten: man kann zu den üblichen Meilensteilen wie erstes Lächeln, erstes Wort, erster Schritt, auch ein paar ganz individuelle und besondere dazufügen: das erste Mal auf Papa erbrochen, die erste Windelexplosion, das erste Glas zerstört…

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Regelmäßige Fotoshootings

Man muss nicht gleich zum Fotograf gehen. Aber wenn ihr so richtig schöne Fotos haben wollt, und nicht nur die, die ihr tagtäglich nebenbei mit eurem Handy schießt, dann bietet es sich an, richtige Termine zu machen.

Dabei spielt es keine Rolle, ob es ein ‚richtiger‘ Termin mit einem echten Fotografen ist, Cousin Michael mit seiner Spiegelreflexkamera kommt, oder ihr einfach selbst einen Nachmittag damit verbringt, mal so richtig schöne Fotos zu schießen. Verschiedene Outfits, verschiedene Locations, verschiedene Posen.

Das gibt nicht nur schöne Fotos, sondern macht auch noch richtig Spaß.

Wenn ihr diese Shootings in regelmäßigen Abständen wiederholt, dann bekommt ihr richtig tolle Fotoserien und schöne Erinnerungen.

Briefe an das Baby

Warum nicht auch die Erinnerungen für das Kind in Briefform niederschreiben? Teilt eure Gedanken, die kleinen und großen Erlebnisse, Ängste, Sorgen, Glück und Hoffnung mit eurem Kind.

Entweder ganz klassisch auf Papier oder in digitaler Form. Wenn ihr das regelmäßig macht, dann habt ihr wenn das Kind groß ist, einen echten Schatz.

Dieser eignet sich auch als wertvolles Geschenk zum 18. Geburtstag oder zur Hochzeit.

Oder warum nicht Videobotschaften für das Kind aufnehmen? Da kann das Kind euch dann ganz direkt und ganz in echt erleben.

Erinnerungsbuch selbst gestalten

Selbst gestaltete Erinnerungsbücher oder Ordner oder welches Format auch immer ihr wählt, funktioniert praktisch für jeden. Egal ob ihr jeden Tag diszipliniert euer Tagebuch schreibt, ob ihr eher der gut organisierte Fototyp seid, ob ihr eher kreativ sein wollt und Erinnerungen gerne malt. Oder ob ihr eher der desorganisierte Typ seid, mal das eine macht, mal das andere macht und auch mal ein paar Wochen gar keine Lust habt.

Was ihr dazu braucht? Eigentlich nicht viel.

Am Anfang steht eine Mappe, ein Buch, ein Ordner oder sogar ein Organizer wie z.B. ein Filofax.

Dann braucht ihr Einlagen, entweder aus dickem Papier oder aus Karton.

Und dann könnt ihr schon eurer Kreativität die Zügel übergeben. Schreibt, malt, klebt, bastelt, haltet eure Erinnerungen fest in welcher Form auch immer. Ihr könnt Länge, Art, Inhalt und Regelmäßigkeit frei wählen.

Dabei entstehen echte Kunstwerke, die ihr dann irgendwann an euer Kind übergeben könnt oder auch einfach nur immer wieder anschauen und schätzen könnt.

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