Organisation in der Schwangerschaft Teil 1: Todo-Listen und Notizen

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(Mit kostenlosen Vordrucken!)

Heute geht es um ein Thema, das mir richtig nah am Herzen liegt.

Warum?

Weil es das Leben so viel leichter macht! Die Schwangerschaft – vor allem wenn es die erste ist – ist eine Zeit voll von Unsicherheit, Ängsten, Sorgen, endlosen Informationen, Aufgaben. Man steuert unaufhaltsam auf eine Klippe zu, die sich Geburt nennt, soll freudig springen und hat doch keine Ahnung, was auf der anderen Seite lauert.

Die richtige Planung und Organisation kann euch dabei so viel an Stress sparen, dass ich es jeder schwangeren Frau und jedem mitschwangeren Partner nur wärmstens empfehlen kann.

Denn wenn ihr organisiert an die Sache herangeht, dann könnt ihr ganz entspannt das Wichtige vom Unwichtigen trennen, und euch den Kopf freischaufeln, um Zeit, Kraft und Energie für das zu haben, was wirklich zählt.

Übrigens ist das hier endlich mal ein Thema, bei dem ich keinen Disclaimer vorher schreiben muss. Denn hier kenne ich mich wirklich aus. Mein ganzes bisheriges Berufsleben habe ich mich mit Organisation, Informationsverarbeitung und Planung beschäftigt.

Deshalb: Die Tipps, die ich euch heute an die Hand gebe, funktionieren wirklich. Probiert sie aus. Sie kosten nichts und machen euer Leben um einiges leichter.

Dazu bekommt ihr noch Links zu kostenfreien Vorlagen.

(Wer nur für die Vorlagen da ist: Ich hab dich trotzdem lieb, hier ist der Link.)

Was ist die Basis einer guten Organisation?

Wenn ihr euer generelles Ziel kennt, dann besteht eine gute Organisation aus 3 Schritten:

  • Sammeln
  • Ordnen
  • Planen

Ohne Sammeln geht gar nichts

Damit meine ich nicht nur das, was neudeutsch auch ein ‚Brain-Dump‘ genannt wird, also all das niederzuschreiben, was euch im Kopf herumgeht.

Mit Sammeln ist wirklich alles gemeint.

Die komplette Fülle an Aufgaben, die während der Schwangerschaft so anfällt. Wie ihr euch schon denken könnt, ist das nicht in einem Schritt gemacht. Im Gegenteil. Das ist ein Prozess, der im Prinzip jeden Tag aufs neue passiert und immer weiter voranschreitet – genau wie eure Schwangerschaft.

Daher besteht die Basis für eure Organisation aus zwei Dingen:

  • einer ordentlichen To-Do-Liste
  • einem Platz für Notizen und alles, was euch im Kopf herumgeht, das ihr nicht vergessen wollt.

Hier notiert ihr all das, was euch einfällt. Von den täglichen Aufgaben, über die Dinge, die ihr noch recherchieren müsst, bis zu den Babysachen, die ihr noch besorgen müsst.

Daher ist es aus meiner Sicht das Wichtigste, dass ihr diese zwei Dinge möglichst immer griffbereit habt.

Denn dann könnt ihr auch mal ganz schnell die perfekte Idee für eure Babykarte aufschreiben, wenn sie euch einfällt.

Von Filofax über Bulletjournal bis zur digitalen Lösung

In meiner nicht ganz so subtilen Art habe ich in der Überschrift schon meine 3 Lieblingslösungen verraten 🙂

Alle 3 möchte ich euch hier vorstellen und euch genau zeigen, wie es geht. Dabei geht es immer noch um den ersten Schritt in der Organisation, das Sammeln.

Zum Planen kommen wir dann später – auch diesen Schritt werde ich euch in diesen 3 Planungssystemen ganz genau vorstellen.

Fangen wir direkt mit der Lösung an, die ich ganz persönlich bevorzuge. Denn damit bin ich ganz persönlich am flexibelsten. Und ich mag den analogen Old-School-Character. Obwohl ich zugebe, dass ich unterwegs auch mal das Handy nutze.

Aber jetzt geht es erstmal um…

Filofax und andere Ordnungssysteme – für Organisierte

In einem Filofax oder einem anderen Ordner, bewahrt ihr eine lose Blattsammlung auf. Diese könnt ihr genauso zusammenstellen und gestalten wie ihr wollt. Und sie kann aus ganz verschiedenen Elementen bestehen, die jederzeit mit euch mitwachsen und sich verändern kann.

Organisation in der Schwangerschaft

Aus diesem Grund werde ich meinem Filofax wohl immer treu bleiben. Er ist schlicht mein Lebensretter. Oder zumindest mein Lebensorganisierer. Oder so ähnlich.

Für das Sammeln empfehle ich euch zwei verschiedene Arten von Einlagen (ja, ihr bekommt sie von mir kostenlos zum Download!):

  • Notizblätter
  • To-Do-Listen

Die Notizblätter sind völlig ungeordnete Sammlungen von Gedanken, Ideen, Aufgaben, Informationen und Terminen. Eben alles, was euch tagtäglich begegnet, das ihr euch merken müsst und wollt.

Ihr könnt es mit einem Posteingang vergleichen. Hier sammelt ihr, bevor ihr es dann später weiterverarbeitet. Von den Notizblättern gehen die Informationen dann anschließend in einen Kalender, auf eine To-Do-Liste, auf eine Rechercheliste, in ein Tagebuch, …, je nachdem, was ihr dann damit machen wollt.

Wie solche Notizblätter aussehen? Das ist völlig egal und ihr könnt es genau so gestalten, wie ihr wollt.

Meine Empfehlung:

  • Nicht zu klein. Es sollte nicht kleiner als A6 sein, ich persönlich nutze A5. Dann kann man auch mal etwas malen oder eine Mind-Map oder ein Diagramm oder Ähnliches nutzen. Außerdem bleibt es übersichtlich, auch wenn ihr mal viel zu tun habt und eure Notizen umfangreicher werden.
  • Wählt festeres Papier, damit nicht jeder Strich durchzeichnet.
  • Wählt eine Linierung und ein Papier, das ihr gerne benutzt. Damit es nicht nur auf dem Tisch rumliegt.
  • Besorgt euch zuverlässige Stift, mit denen ihr auch gerne schreibt.
  • Platziert es so, dass ihr leicht rankommt. Einen Filofax z.B. kann man auch gut offen liegen lassen. Dann ist er immer für den nächsten Eintrag bereit.

Welchen Ordner ihr jetzt genau nutzt ist völlig egal. Vielleicht habt ihr auch zu Hause noch einen rumliegen, dann könnt ihr erstmal testen, ob das System an sich etwas für euch ist.

Oder ihr lasst euch im Schreibwarengeschäft eures Vertrauens inspirieren. Es gibt tolle Modelle. Achtet dabei aber auf die Lochung wenn ihr selbst Einlagen ausdrucken wollt.

Achtung Werbung! Ich persönlich nutze einen Filofax Domino in A5, der mir seit etwa 5 Jahren sehr gute Dienste leistet: Auf Amazon anschauen. Dazu habe ich den passenden Locher.

Notizen Download

Diese Notizenseiten habe ich selbst gestaltet und gebe sie euch gerne weiter. Damit es übersichtlich bleibt, sammle ich meine Vorlagen alle auf einer separaten Seite – es werden noch mehr dazukommen.

==> Link zur Vorlagenseite mit allen Einlagen zum Download

Ihr bekommt ein PDF im A5 Format in liniert, Mini-Raster und Dot-Grid. Damit könnt ihr entweder direkt auf A5 drucken oder 2 davon auf A4 und anschließend durchschneiden.

Falls ihr ein anderes Format braucht, dann gebt mir Bescheid. Ein Kommentar unter dem Artikel genügt.

To-Do-Listen Download – So viel zu tun, so wenig Zeit

Auch diese Listen habe ich selbst gestaltet. Es gilt wieder das Gleiche: Ihr findet alle Vorlagen hinter diesem Link.

Auch hier bekommt ihr wieder ein PDF im A5 Format. Damit könnt ihr entweder direkt auf A5 drucken oder 2 davon auf A4 und anschließend durchschneiden.

Falls ihr ein anderes Format braucht, dann gebt mir Bescheid. Ein Kommentar unter dem Artikel genügt.

Bulletjournal! Die Lösung für Kreative

Oder auch die Lösung für künstlerisch Begabte. Denn auch beim einfachen Notizbuch sind der kreativen Gestaltung kaum Grenzen gesetzt.

Ich habe hier die Bezeichnung ‚Bulletjournal‘ gewählt, da es eine ganz bestimmte Methode ist, ein einfaches Notizbuch zur Organisations- und Planungszentrale zu machen. Wie das genau geht, werden wir im nächsten Teil dieser Reihe besprechen.

Heute geht es ja erstmal nur ums Sammeln. Und das geht mit einem einfachen Notizbuch natürlich wunderbar:

Aufklappen, reinschreiben, fertig!

Mein Tipp aber hier: haltet eure Notizen und eure To-Do-Listen getrennt und folgt irgendeiner Art von System, mit dem ihr verfolgen könnt, welche Notizen ihr schon abgearbeitet habt und welche Aufgaben noch offen sind.

Es bieten sich einfach Kästchen zum Abhaken an, oder Durchstreichen, markieren oder auch vielleicht ein Eck der Seite abschneiden, wenn alles darauf abgearbeitet wurde.

Hilfreich ist auch ein Index, mit dem ihr alles das, was ihr braucht, sehr schnell wiederfindet.

Es gibt inzwischen ganz spannende Notizbücher mit allen möglichen Features wie Index, vorgeschriebenen Seiten, Anleitungen für alle möglichen Methoden. Hier sind 3 meiner Lieblingsmodelle:

Aber ganz ehrlich, ihr braucht kein spezielles Notizbuch dafür. Es reicht eines, das ein für euch passendes Format hat und in das ihr gerne schreibt. Falls ihr keines mehr in irgendeiner Schublade liegen habt, dann gibt es das in praktisch jedem Schreibwarenladen, Supermarkt oder auch Discounter.

Die digitale Lösung für moderne Minimalisten

Wenn ihr nicht die geringste Lust darauf habt, ständig ein Notizbuch mit euch herumzutragen und wenn euch das Papier sowieso nervt, dann schaut euch mal die diversen digitalen Lösungen an, die es inzwischen für jedes Smart-Phone gibt.

Ich stelle euch hier ein paar vor, die ich für ziemlich hilfreich und ziemlich clever halte, aber es gibt mit Sicherheit noch eine ganze Reihe mehr davon.

Mein Tipp: Versucht Notizen und To-Dos in einer einzigen App zu führen. Sonst wird es schnell unübersichtlich, und beim Wechsel zwischen den Apps gehen gerne mal Infos verloren.

Asana

Universaltool für das Erledigen von Aufgaben, Sammeln von Notizen, Projektmanagement und vieles mehr. Hier kann alleine oder mit mehreren gearbeitet werden, in Listenansicht oder mehr visuell in Boards.

Geniale App, die aber ziemlich umfangreich ist und über eine einfache To-Do-Liste weit hinausgeht.

Für alle, die den kompletten Haushalt, Hobbies und vielleicht auch noch die Arbeit immer im Blick haben möchten.

==> Asana.com

Wunderlist

Wunderlist sieht schick aus, funktioniert reibungslos auf vielen verschiedenen Geräten (immer synchron) und hilft enorm bei der To-Do-Listen-Abarbeitung.

Wenn ihr auf den ganzen Projekt-Schnickschnack verzichten könnt und einfach nur ein Tool braucht, das euch genau sagt, wann ihr was zu erledigen habt, dann seid ihr bei Wunderlist bestens aufgehoben.

Einen Blick ist die App allemal wert.

==> https://www.wunderlist.com/de/

Trello

Und dann haben wir noch die dritte im Bunde, Trello. Diese App wird vor allem die Pinterest Liebhaber ansprechen und die Menschen, die eher visuell denken und organisiert sind.

Hier lassen sich Boards zu den verschiedensten Themenbereichen gestalten mit Notizen, Aufgaben, Informationen und noch vielem mehr.

Trello ist aber nicht einfach ein Sammelsurium von Eindrücken, sondern funktioniert ähnlich wie Asana als tatkräftiges Organisationsinstrument. Mit Trello kann man strukturiert Aufgaben anlegen und abarbeiten, dabei gleichzeitig alle möglichen Informationen sammeln, ordnen und im besten Fall wiederfinden.

Geniale Lösung, die auch dafür gemacht ist, mit mehreren zusammenzuarbeiten.

==> https://trello.com/de

Das war er schon, der erste Teil, in dem es um das Sammeln von Aufgaben und Informationen ging.

Das Herzstück eurer Organisation habt ihr jetzt schon. Damit euch das aber alles nicht übermannt, solltet ihr dranbleiben.

Im nächsten Teil wird es um das Ordnen und das Planen der Aufgaben und Informationen gehen. Dann behaltet ihr den Überblick, wisst jeden Tag wo genau ihr steht und habt den Kopf frei für die wichtigen Dinge des Lebens. Das Kind braucht schließlich einen Namen.

Bis dahin alles Liebe und entspannt bleiben.

Eure Katja

Und hier nochmal der Link zum Download.

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