Der letzte Artikel zum Thema Camping mit Kindern ist gut angekommen. Besonders das Thema Stauraum und Organisation scheint spannend zu sein.

Daher steige ich heute ein bisschen tiefer ein und plaudere aus dem Nähkästchen. Mit vielen Tipps, Tricks, How-Tos, Produkten und natürlich mit ganz vielen Fotos von unseren Lösungen.

Dabei gehe ich jetzt einfach mal davon aus, dass ihr Lösungen sucht, um mehr aus eurem Stauraum zu machen oder Ideen sucht, was ihr weniger mitnehmen und wo ihr reduzieren könnt.

Denn oft ist das Problem im Wohnmobil oder im Camper, dass man soooo viele Sachen mitnehmen möchte oder glaubt zu brauchen, und der Platz dafür einfach begrenzt ist.

Deshalb geht es in diesem Artikel nicht nur ums einrichten, sondern auch ums Packen und ums Organisieren während der Reise.

Hinweis: Alle kleinen Helferlein, die wir nutzen, habe ich teilweise mit Partnerlinks verlinkt, daher kennzeichne ich den Artikel als Werbung. Hier ist aber nichts gesponsert, und ich zeige euch nur das, was sich bei uns bewährt hat.

Unsere Situation, damit ihr euch ein Bild machen könnt:

  • Kastenwagen, 6m mit 4 Schlafplätzen. Wir haben einen Citroen Jumper mit Ausbau von Clever.
  • Wir sind normalerweise mit 3 Personen unterwegs: Papa, Mama, Tochter – gerade 4 geworden
  • Wir sind gerne mal länger unterwegs. Zurzeit auf zweimonatiger Tour in Osteuropa.
  • Campingerfahrung seit fast 20 Jahren. Wir haben uns vor sehr langer Zeit auf einer 1-jährigen Rundtour in Australien kennengelernt. Damals noch im Toyota Hiace aus den 80ern.

Und damit steigen wir auch gleich in die Liste ein. Ich versuche einigermaßen geordnet vorzugehen, fange mit den Packtipps an, mache mit den Ausbau- und Anbauteilen weiter, spreche über die Organisation unterwegs und schließe ab mit dem, was ihr nach der Reise noch tun solltet.

Denn nach der Reise ist vor der Reise.

Vor der Reise – Was nehme ich zum Camping mit?

Tipp 1: So wenig wie möglich einpacken

Ich kann förmlich hören, wie ihr mit den Augen rollt. Denn das habt ihr euch wahrscheinlich schon selbst gedacht. Trotzdem wird dieser Tipp, der aus meiner Sicht fast der wichtigste in diesem ganzen Artikel ist, gerne ignoriert.

Ich meine es ganz ernst und ganz wörtlich.

Packt so wenig wie möglich ein und nur so viel wie absolut nötig!

Tipp 2: Überlegt euch genau, welche Klamotten in den Camperschrank passen

Nehmt genau so viel mit, dass es bis zum geplanten Wäschestopp reicht.

Nehmt Dinge mit, die in mehreren Situationen, in mehreren Lagen getragen werden können.

Nehmt von großen Sachen wie Jacken, Schuhen oder Pullis jeweils nur ein Teil mit. Ihr werdet das zweite Paar Turnschuhe nicht vermissen und auch Flip-Flops bekommt ihr an jedem Straßenrand, falls eure mal den Geist aufgeben sollten.

Verzichtet auf die ganzen Extra Dinge wie das schöne Ausgehkleid, dass man mal brauchen könnte, wenn man zufällig auf den Bürgermeister von Outbackingen trifft.

Vor allem: Nehmt nur die Sachen mit, die alle zusammen in eine Waschmaschine gehen können. Wer nicht bei 40° Buntwäsche im Normalwaschgang überlebt, hat beim Camping nichts zu suchen!

Tipp 3: Warum Handwäsche einfach praktischer ist!

Wenn wir gerade von Wäsche sprechen, dann kommt hier ein ganz spezieller Tipp.

Denn ich bin kein Fan vom Maschinen-waschen auf dem Campingplatz. Ich wasche meine Wäsche viel lieber in kleineren Portionen von Hand.

Warum?

  • Waschen auf dem Campingplatz ist oft unverschämt teuer. Bis zu 8 € haben wir schon bezahlt. Pro Waschladung.
  • Man muss eine Menge Zeit einplanen, um mit der Maschine zu waschen. Erstmal muss eine Maschine frei sein (nicht immer der Fall), man muss da sein, um die Wäsche gleich nach beenden des Waschgangs wieder rauszunehmen und dann braucht die Wäsche natürlich auch noch Zeit zum Trocknen.
  • Mit Handwäsche ist man viel flexibler. Man kann mal kurz das Lieblings-T-Shirt saubermachen und am nächsten Tag gleich wieder anziehen, ohne dass man darauf warten muss, dass eine ganze Maschine Wäsche zusammenkommt.
  • Man braucht viel weniger Klamotten einpacken, wenn man die dreckigen immer sofort wieder waschen kann.
  • Es ist nicht immer einfach, eine ganze Maschine Wäsche am Standplatz aufzuhängen. Das ist mit ein paar Teilen Handwäsche noch nie ein Problem gewesen.
  • Plötzlicher Regen. Der taucht immer genau dann auf, wenn man gerade seine gesamte Wäsche auf Leinen, Stühlen und Zelt verteilt hat.

Leider war das Waschen im Waschbecken nicht immer der Knaller, da es dann doch nicht ganz so sauber wird (oder manchmal überhaupt nicht).

Frisch gewaschene Handtücher

Vor ein paar Jahren habe ich dann den Scrubba entdeckt. Ein kleiner Waschsack, mit dem ich ziemlich schnell ein paar Teile Wäsche waschen kann, die dann auch wirklich sauber werden. Das Teil nutze ich so ziemlich jeden Abend auf Reisen. Das ist ähnlich schnell erledigt wie Geschirr abwaschen und genial einfach.

Das einzige, das ich unterwegs noch mit der Maschine wasche, ist die Bettwäsche.

Hier ist der Link zu Amazon, falls euch Preis und Bewertungen dort interessieren. Von mir gibt es eine echte Kaufempfehlung. Ich möchte meinen nicht mehr missen.

Tipp 4: In der Campingküche kann man ganz schön viel Platz sparen.

Jede Situation, jede Familie, jeder Urlaub und auch jeder Camper sind verschieden. Daher kann ich euch nicht genau sagen, was und wie viel ihr in eurer Küche braucht. Es macht aber Sinn, sich auch beim Packen der Kücheneinrichtung an ein paar Regeln zu halten.

Meine Tipps für die Küche:

  • Nehmt erstmal nur das mit, bei dem ihr euch sicher seid, dass ihr es braucht.
  • Lasst im Zweifelsfall lieber etwas zu Hause, als jede Menge unnützes Zeug mitzuschleppen.
  • Verzichtet auf alle Spezialgeschichten. Weingläser? Ihr habt Becher! Knoblauchpresse? Ein Messer tut es auch! Salatbesteck? Geht auch mit 2 Löffeln.
  • Wenn ihr Küchenzubehör extra anschafft, achtet darauf, dass es unempfindlich, möglichst leicht und gut verstaubar/stapelbar ist.
  • Wenn ihr auf der Reise merkt, dass ihr etwas wirklich vermisst und regelmäßig nutzen würdet, dann packt es beim nächsten Mal ein.
  • Plant nur für euch selbst, nicht auch noch für alle die, die ihr unterwegs treffen und versorgen würdet. Packt keine Vorräte und Geschirr für mögliche Gäste ein.
  • Alles, was ihr zu Hause nicht nutzt, hat im Camper absolut nichts verloren. Das gilt vor allem auch für Vorräte.

Tipp 5: Im Bad keinen Platz verschwenden!

Zu Hause ist im Bad oft viel Platz. Da hat jeder seine eigene Zahnpasta, sein eigenes Duschgel, sein eigens Shampoo, seine eigene Creme.

Mama, Papa, Kinder und vielleicht sogar noch ein bisschen was extra für den Besuch. Nicht zu sprechen von den Vorräten. Das alles ist leicht unterzubringen und zu organisieren.

Im Camper und Wohnmobil ist die Situation natürlich eine andere. Dort ist Platz Mangelware und das Organisieren und ordentlich halten manchmal eine Qual – Zumindest dann, wenn man zu viel in die engen Schränkchen gestopft hat.

Mein wichtigster Tipp fürs Bad:

Waschsachen nicht doppelt mitnehmen!

Gemeinschafts-Duschgel, gemeinschafts-Zahncreme, gemeinschafts-Shampoo, gemeinschafts-Creme. Ihr braucht es in vielen Fällen nur einmal.

(Das alles hat natürlich seine Grenzen. Mein Rasierer wird beispielsweise nicht geteilt. Wo eure Grenzen liegen, wisst ihr selbst am besten.)

Tipp 6: Verzichtet auch bei Kosmetika auf alles, was ihr nicht wirklich braucht.

Extra Handcreme? Make-up bei durchschnittlich 40°? Werdet ihr euch wirklich unterwegs die Fingernägel lackieren? Sind das spezielle Gesichtswaschgel und die Augencreme notwendig?

Die Fragen könnt nur ihr selbst beantworten. Und es ist völlig in Ordnung, wenn ihr manche davon mit einem klaren ‚Ja‘ beantwortet. Wichtig ist nur, dass ihr sie stellt.

Denn immer daran denken: Am wenigsten Platz brauchen die Dinge, die ihr erst gar nicht mitnehmt.

Die Apotheke kann kleiner sein als ihr denkt.

Diese Tipps sind für alle gedacht, die in Gebieten unterwegs sind, in denen sie in weniger als einem halben Tag eine Apotheke erreichen können. Seid ihr irgendwo weiter weg und ist kein Arzt und keine Apotheke in der Nähe, dann solltet ihr die folgenden Tipps ignorieren.

Wir waren schon in einigen entlegenen Gebieten. Wir waren in den nepalesischen Bergen unterwegs, auf Trecks, die Wochen gedauert haben, in ehemaligen Kriegsgebieten, auf See. Aber egal wo wir waren, wir hatten eigentlich immer Zugang zu medizinischer Hilfe, bzw. waren nicht mehr als einen Tag oder einen Hilferuf davon entfernt.

Daher ist mein Tipp für die Apotheke:

Tipp 7: Packt in die Apotheke nur Medikamente, die ihr regelmäßig braucht und einen Grundstock für akute Notfälle.

  • Nehmt auf jeden Fall all das mit, das ihr regelmäßig einnehmt. Das sind natürlich alle verschriebenen Medikamente, aber auch Dinge wie Kopfschmerztabletten, Rückenpflaster, Rheumacreme, eben alles, was ihr mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit auf eurer Reise brauchen werdet.
  • Nehmt ein Notfallset für akute Verletzungen mit. Das beinhaltet Verbandsmaterial, Pflaster, Wunddesinfektion, Kompressen… Ich persönlich habe auch immer eine Rettungsdecke und ein Dreieckstuch dabei. Stellt euch entweder selbst ein Set zusammen, oder kauft euch eins. Es gibt sie gut und günstig in fast jedem großen Supermarkt. Oder natürlich online.

Alles andere bleibt bei mir zu Hause. Ich habe weder Mittelchen gegen Durchfall, Verstopfung, Fieber noch sonstiges dabei, das vielleicht eventuell auftreten könnte.

Bei Problemen ist man in den meisten Fällen sehr schnell bei einer Apotheke oder beim Arzt.

(Und wer noch nie einer thailändischen Apothekerin mit Händen und Füßen die Konsistenz seines Stuhlgangs erklärt hat, der hat definitiv etwas verpasst.)

Tipp 8: Bei Handtüchern kann man so viel Platz sparen. So viel!

Machen wir uns nichts vor. Handtücher braucht man. Umso mehr und umso größer, wenn der Urlaub am Wasser stattfindet.

Wenn ihr bei den Handtüchern von normalen Frotteelaken auf dünne Sporthandtücher umsteigt, könnt ihr enorm viel Platz einsparen. Je mehr Personen ihr seid, desto mehr wird sich das bemerkbar machen. Dazu noch sind die Handtücher besser zu waschen und trocknen viel schneller.

Unsere Handtücher: 2 XXL Strandhandtücher, 3 Duschhandtücher, 1 normales Handtuch

Mein ganz spezieller Tipp: Wenn ihr in der Nähe eines Decathlons wohnt, dann schaut dort vorbei und nehmt euch ein paar der Microfaser Handtücher mit, die es dort gibt. Die sind irre-klein im Packmaß, trocknen sehr schnell, sind pflegeleicht und funktionieren richtig gut. Es gibt sie von Handgröße bis Strandgröße, in bunten Farben und sie sind ziemlich günstig.

Ihr werdet damit so viel Platz sparen!

Hier der Link für den Online-Einkauf.

Tipp 9: Nehmt nur Werkzeug und Zubehör im Wohnmobil mit, das ihr wirklich braucht.

Ihr braucht weniger Werkzeug und Zubehör als ihr denkt! Was genau, das findet ihr in unserer extra Packliste, die in den nächsten Tagen noch online gehen wird.

An dieser Stelle ein paar Kriterien, wie ihr Werkzeug und Zubehör aussuchen könnt und entscheiden könnt, ob ihr es mitnehmt.

  • Ihr nehmt mit, was ihr regelmäßig braucht und durch nichts anderes ersetzen könnt. In diese Kategorie gehören Dinge wie ein Stromkabel, eine Gießkanne, einen Eimer, einen Schattenspender, Tisch, Stühle…
  • Ihr nehmt mit, was ihr im Notfall sofort braucht. Dazu gehört ein Grundstock an Werkzeug, ein Ersatzrad, eine kleine Axt (behauptet mein Mann, ich bezweifle es…), Warndreieck, Verbandskasten…
  • Je größer und schwerer das Zubehör ist, desto mehr macht es Sinn, die Campingversion davon zu besorgen. Vor allem dann, wenn ihr die Sachen neu besorgt. Habt ihr viel einzukaufen, kann ich euch 2 Händler besonders ans Herz legen: Decathlon und Obelink (nicht gesponsert). Bei Decathlon bekommt ihr alles rund ums Camping inklusive Tische, Stühle, Sport- und Schwimmausrüstung, Kochzeug und noch vieles mehr. Bei Obelink bekommt ihr alles an Zubehör fürs Wohnmobil, das ihr euch wünschen könnt. Beide haben übersichtliche und gut sortierte Online-Shops.
  • Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob ihr ein Zubehörteil braucht, dann versucht es erstmal ohne. Vor allem dann, wenn ihr es erst kaufen müsstet. Vieles braucht man wirklich nicht. Wir haben z.B. kürzlich unseren Wasserschlauch wieder aussortiert.
  • Lasst aber auch Ausnahmen zu. Auch Dinge, die man eigentlich nicht braucht, können echte Freude bereiten, wie z.B. eine Hängematte, ein pinker Schwimm-Flamingo oder eine Lichterkette, die abends schöne Stimmung zaubert. Urlaub soll auch Spaß machen. Wenn ihr generell sparsam mit eurem Platz seid, dann könnt ihr euch auch im kleinsten Gefährt ein paar Luxusmomente gönnen, die ihr richtig genießen werdet.

Tipp 10: Packt nicht doppelt ein

Frage: Was ist, wenn das Duschgel ausgeht, wenn die Bettwäsche dreckig ist, oder wenn das Gummiboot ein Loch hat?

Antwort: keine Ahnung. Aber ihr werdet eine Lösung finden, versprochen! Ersetzen, reparieren, eine Weile ohne auskommen hat noch keinen umgebracht.

Ihr braucht nicht von allem zwei Stück mitnehmen. Denn das läppert sich auch mit kleinen Sachen. Packt einmal. Wenn etwas kaputt wird oder ausgeht, dann gibt es aus meiner Erfahrung immer eine Möglichkeit.

P.S. Aber hört immer auf euren gesunden Menschenverstand. Das gilt natürlich nicht für lebenswichtige Medikamente, Ersatzrad und wenn ihr in Gegenden unterwegs seid, in denen ihr euch komplett selbst versorgen müsst.

Im Fahrzeug – Den Campervan und das Wohnmobil clever einrichten

Tipp 11: Kisten und Boxen! Jede Menge Kisten und Boxen!

Kleine Kisten, große Kisten, mittlere Kisten. Spielzeugkisten, Werkzeugkisten, Elektronik-Kisten.

Kisten sind wunderbar. Kisten sind ordentlich. Kisten sind perfekt für den ganzen Kleinkram, der sonst nur in irgendwelchen Fächern und Schubladen rumliegen würde.

Ihr könnt sie leicht herausnehmen, leicht Dinge finden und leicht Dinge wegräumen.

Kisten und Boxen sind schlicht genial.

Boxen und Kisten im Wohnmobil und Campervan
Boxen und Kisten sind genial

Sucht nach Boxen und Kisten, die von den Maßen genau in eure Schränke passen (Platzverschwendung im Campervan ist verboten!) und füllt sie mit thematisch passendem Inhalt.

Wir haben:

  • Box für Elektronikkram – Ladekabel, Batterien, Ladegeräte, Kamera…
  • Box für Medizinkram
  • Box für Accessoires – Gürtel, Schmuck, Halstuch…
  • Boxen für Spielzeug
  • Grillbox
  • Werkzeugkiste

Mein Tipp: Nehmt transparente Kisten. Dann seht ihr auch immer gleich, was wo drin ist. Sie sollten außerdem stapelbar sein.

Ihr bekommt Kisten in allen möglichen Größen bei Ikea. Meine Favoriten für kleinere Sachen sind diese hier von Amazon. Die sind ein bisschen stabiler und man kann den Deckel fest zumachen. Ansonsten bekommt ihr Kisten und Boxen auch in jedem Baumarkt.

Tipp 12: Stangen zum Aufhängen

Verschwendet nicht den Platz unter euren Hängeschränken. Es gibt wunderbare Stangen, die dort einfach befestigt werden können. Der Platz ist perfekt zum Aufhängen von z.B. Geschirrtüchern, Handtüchern oder auch mal nassen Badesachen.

Ordnung im Wohnmobil und Campervan
Unsere Stange im Bad

Auch die bekommt ihr in unser aller Lieblingsmöbelhaus aus Schweden. Ansonsten schaut euch auf Amazon um. Es gibt sie in allen möglichen Ausführungen und Längen, für Wand und Deckenmontage.

Tipp 13: Gepäcknetze sind echte Alleskönner

Mein Tipp: Wann immer und wo immer ihr ein bisschen Platz habt ist ein Gepäcknetz wirklich gut aufgehoben.

Im Camper liegen gerne Sachen herum. Das ist einfach so. Sonnenbrille, Kugelschreiber, Zeitung, Stadtführer. Der ganze Kleinkram, den man eigentlich immer wegräumen sollte, aber doch nicht tut, weil man ihn dann eh gleich wieder braucht.

Gepäcknetze im Wohnmobil
Netz unterm Bett

Gepäcknetze sind dafür so praktisch. Wir haben sie sogar als geschickte Ablage im Bett hängen (wir schlafen im Doppel-Etagenbett).

Auch die gibt es in allen möglichen Größen. Klickt euch einfach mal durch. Am meisten Freude werdet ihr mit Netzen haben, die in einem festen Rahmen stecken.

Meine Favoriten bei Amazon anschauen.

Tipp 14: Organisation schaffen im kleinsten (und größten) Fach

Organisiert eure Schubladen und Fächer!

Bei uns gibt es nur sehr wenige Schubladen und Fächer, die nicht weiter unterteilt sind. Die Lösungen dafür sind so vielfältig wie die Fächer selbst.

Offensichtlich ist die Besteckschublade. Dafür gibt es bei IKEA für winzig-kleines Geld Einlagen, die das Geschirr ordentlich trennen.

Besteck im Campervan
Besteckschublade

Für alles andere gibt es wie oben schon beschrieben Kisten und Boxen.

In vielen Campern habe ich auch schon Hängeaufbewahrungen in den Kleiderschränken gesehen. Ich persönlich nutze sie nicht. Das hat weniger etwas mit der Aufbewahrung an sich zu tun, sondern vielmehr damit, dass ich keine in den perfekten Maßen gefunden habe.

Mit Hängeaufbewahrung meine ich das hier. Die passen in viele Schränke. Denn in fast jedem Campervan oder Wohnmobil gibt es mindestens einen Schrank mit einer kleinen Stange.

Für meinen Kleiderschrank nutze ich persönlich Schuhaufbewahrungen von IKEA. Die passen perfekt hinein, sind nach vorne zu öffnen und es passen auch noch weitere kleinere Boxen (auch von IKEA) hinein. Perfekt für uns.

Organisierter Kleiderschrank im Campervan
Organisierter Kleiderschrank

Ob ihr Boxen, Kisten, Hängeaufbewahrungen, sonstige Organizer oder einfach nur extra Böden nutzt, bleibt euch überlassen.

Wie schon oben geschrieben gilt nur: Kein Platz vergeuden. Im Wohnmobil grenzt das schon an ein Verbrechen.

Und gebt euch selbst auch die Freiheit und Erlaubnis, all das zu ändern, was nicht funktioniert. Ist die Aufteilung zu groß für Unterwäsche, dann unterteilt weiter. Sind die Fächer zu klein für Pullis, dann entfernt Böden oder Boxen.

Seid flexibel und gebt euch Zeit, Dinge auszuprobieren und eure ganz persönliche, perfekte Einrichtung zu finden.

Tipp 15: Beutel und Taschen – mehr ist manchmal mehr!

Vergesst nicht die einfachsten aller Helfer: Beutel und Taschen in allen Formen und Variationen.

Dort kommt all das hinein, das ihr auch mal mitnehmen müsst und möchtet.

Eine Auswahl unserer Taschen

Mir fällt schwer, alle möglichen Anwendungen von Beutel und Taschen aufzuzählen, dafür gibt es einfach zu viele. Daher stelle ich euch einfach mal vor, was bei uns in Gebrauch ist.

  • Waschtasche – dort ist all das drin, was wir zum Duschen, Zähneputzen und zur täglichen Wäsche brauchen.
  • Make-up Täschle: Dort ist all das drin, was ich und meine Tochter brauchen, wenn wir uns mal gaaaanz hübsch machen möchten.
  • Apotheke: Medikamente
  • Verbandszeug: Kleines Set, das ich immer in den Rucksack stecke, wenn wir einen Ausflug machen – egal ob Stadt oder Berg.
  • Laptoptasche: Für Laptop, Zubehör, WLAN Access Point
  • Strandtasche: Für die Badesachen und Schwimmzubehör wie Luftmatratze, Schwimmweste und Spielzeug
  • Einkaufsnetze: Benutzen wir zum Einkaufen.
  • Packing Cubes: Benutzt mein Mann für seine Klamotten. Das ist ihm lieber, als den Schrank zu benutzen. (Männer sind merkwürdig.). Falls ihr noch keine habt, dann schaut euch das Set von Amazon Basics an. Die sind richtig gut.
  • Ocean Pack: Wasserdichter Sack, wenn wir mal an den Strand, Pool oder Wasserspielplatz gehen oder mit einem Boot unterwegs sind.
  • Daypack: Für Ausflüge
  • Gürteltasche: Fürs Nötigste

Tipp 16: Gruppieren hilft beim Packen und beim Ordnung halten.

Damit meine ich, dass ihr beim Einräumen und Packen möglichst pro Packeinheit (Fach, Schrank, Box, Tasche…) nur eine Kategorie von Sachen einräumt.

Beispielsweise gibt es bei uns eine Box für Elektronikzubehör, wo auch nur das drin ist. Genauso wie es eine Besteckschublade, eine Box für Unterwäsche und ein Fach für T-Shirts gibt.

Ordentlich gestapelte Vorräte

Ist dieses jeweilige Fach voll, dann wird nichts mehr eingepackt (oder es muss wieder etwas ausgepackt werden).

Das hilft, auf der Reise Ordnung zu bewahren und es hilft beim Packen nicht schwach zu werden und zu viel mitzunehmen.

Auf Tour – Wie hält man Ordnung im kleinsten Camper?

Tipp 17: Jedes Teil hat seinen Platz!

Gebt wirklich jedem Teil seinen eigenen Platz und lasst die Dinge dann dort auch wohnen. Denn der Platz im Wohnmobil ist gering und ihr müllt euch sehr schnell zu, wenn ihr hier nicht diszipliniert seid.

Ich spreche aus eigener Erfahrung.

Wenn ihr merkt, dass bestimmte Dinge immer rumliegen, dann denkt darüber nach, ob es nicht einen besseren Platz dafür gibt. Oder vielleicht braucht ihr auch noch einen weiteren Organizer oder Gepäcknetz.

Oder ihr müsst mal wieder umräumen. Umräumen geht immer.

Tipp 18: Jedes Teil wird gleich wieder weggeräumt

Ja, ich weiß, wirklich Spaß macht das nicht. Aber ihr werdet merken, dass diese einfache Regel euch ziemlich viel Nerven sparen wird. Denn wenn ihr alles immer gleich wegräumt, dann habt ihr viel mehr Raum zum Leben und Urlaub genießen. Und darauf kommt es schließlich an.

Außerdem findet ihr eure Dinge einfach besser und schneller. Das ist immer ein Plus.

Tipp 19: Widersteht der Kauf- und Souvenirlust!

Schwer, aber machbar. Irgendwie sitzt der Geldbeutel im Urlaub lockerer. Zumindest stelle ich das bei mir selbst immer wieder fest. Da lockt das schöne Strandkleid, da muss man genau dieses Souvenir einfach haben, da braucht man ganz dringend dieses eine Zubehörteil, das man zu Hause ganz bestimmt nicht so günstig bekommt.

Viele Lösungen kann ich euch hier nicht anbieten außer eine: Seid im Großen und Ganzen diszipliniert, dann ist die eine oder andere Ausnahme immer mal wieder drin, wenn wirklich ein ganz besonderes Teil euren Weg kreuzt.

Fragt euch vor dem Kauf immer, ob ihr es wirklich braucht, ob ihr es wirklich wollt, ob ihr es vielleicht nur kauft, weil es im Angebot ist und vor allem, ob ihr es zu Hause auch kaufen würdet.

Tipp 20: Sortiert schon während der Reise aus

Wenn ihr während der Reise schon feststellt, dass ihr das ein oder andere nicht braucht, oder es seinen Job nicht erfüllt, dann sortiert es aus.

Das kann ein nicht funktionierender Dosenöffner sein (ich spreche aus frustrierter Erfahrung) oder auch ein Pulli, den ihr seit Wochen nicht angehabt habt, oder einen Topf, der für nichts zu gebrauchen ist.

Aussortieren heißt natürlich nicht wegwerfen! Zumindest nicht immer.

In fast jedem Campervan oder Wohnmobil gibt es eine Ecke, ganz hinten in einem Fach, wo man so gut wie nie hinkommt. Bei uns ist es ganz hinten unter der Sitzbank. Dort kommen die Sachen hin, die während der Reise nicht zu gebrauchen sind. Zu Hause werden sie dann aussortiert.

Ich kann euch nur dazu raten, das auch regelmäßig zu tun. Es macht keinen Sinn, jeden Tag den gleichen Topf in die Hand zu nehmen (weil man an die Pfanne herankommen will, die darunter liegt), ohne ihn je gebraucht zu haben.

Nach der Reise – Aus den Erfahrungen beim Campen mit Kindern lernen!

Nach der Reise ist vor der Reise ist nach der Reise ist vor der Reise.

Wartet nicht bis kurz vor der nächsten Reise ab, um die gemachten Erfahrungen umzusetzen. Bis dahin habt ihr die Hälfte schon wieder vergessen und seid schon im Planungsstress für das nächste Abenteuer.

Nehmt euch nach jeder Reise ein bisschen Zeit, alle Kategorien eurer Ausrüstung und eures Zubehörs durchzugehen und zu optimieren. So werdet ihr jedes Mal ein bisschen besser und werdet euch jedes Mal ein bisschen weniger unterwegs ärgern.

Tipp 21: Alles was ihr nicht benutzt habt, fliegt raus!

Wenn ihr ein paar Wochen unterwegs seid und etwas überhaupt nicht benutzt habt, manchmal nicht mal in der Hand gehabt habt, dann hat es auf der nächsten Reise im Wohnmobil nichts zu suchen.

Ausnahmen:

  • Ausrüstung für den Notfall
  • Die Urlaubssituation ändert sich (nur weil man im Juli in Kroatien keine Thermounterwäsche braucht, heißt es nicht, dass man im Februar in Island nicht froh drüber wäre.)

Tipp 22: Alles was nicht so funktioniert wie es soll, muss ersetzt werden!

Kaputt, nicht benutzbar, funktioniert nicht. Ersetzt all das, über das ihr euch jedes Mal geärgert habt, wenn ihr versucht habt es zu benutzen.

Wenn ihr Dinge speziell für den Camper kauft, dann lohnt es sich auch, spezielle Campingsachen einzukaufen. (Schaut mal, ob hier etwas dabei ist.)

Tipp 23: Alles was ihr wirklich vermisst habt, sollte nachgerüstet werden!

Wolltet ihr eigentlich auf die Kaffeemaschine verzichten, aber ihr habt jeden Tag beim Frühstück eurem Bohnenkaffee nachgetrauert?

Habt ihr abends neidisch auf den Gasgrill eures Standnachbarn gelinst?

Habt ihr am Strand wehmütig die ganzen Stand-Up-Paddler beobachtet oder möchtet ihr auch mal ganz schnell mit dem Fahrrad zum Bäcker fahren?

Dann rüstet nach. Egal wie groß oder klein. Wenn es für euch Sinn macht und euch das Urlaubserlebnis wesentlich verschönert und ihr es dazu noch irgendwie umsetzen könnt, solltet ihr es in Angriff nehmen.

Ein bisschen Luxus muss sein!

Tipp 24: Räumt um!

Manchmal hilft es schon, die Schuhe in ein anderes Fach zu räumen, die Unterhosen nach oben zu schichten oder die Badesachen dorthin zu packen, wo man ganz leicht rankommt.

Die perfekte Aufteilung wird sich erst im Laufe der Zeit herausstellen. Habt keine Angst davor, regelmäßig umzuräumen, bis ihr die beste Lösung für euch gefunden habt.

Und damit bin ich für heute am Ende und wünsche euch die beste Reise.

Ganz liebe Grüße und bis zum nächsten Mal.

Eure Katja

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