Stillen ist nicht ganz so wundervoll und harmonisch wie man es oft hört. Gerade am Anfange ist es manchmal schmerzhaft, langwierig, kompliziert, und zuweilen ist es auch noch blutig.

Die traurige Wahrheit: Schmerzende und wunde Brustwarzen werden als einer der häufigsten Gründe für frühzeitiges Abstillen genannt.

Das liegt bestimmt nicht daran, dass Mütter Weicheier sind. Sondern es liegt daran, dass wunde Brustwarzen gemeine Schmerzen verursachen und eine Tortur sind, die manchmal stundenlang, Tag für Tag ertragen werden muss.

Deshalb geht es heute um:

6 Mittel gegen wunde Brustwarzen. Wie sie helfen und welches das Richtige für euch ist!

Inhalt dieses Artikels

Warum werden Brustwarzen wund?
Was ein gutes Heilmittel können muss
Was ihr in gar keinem Fall tun sollt

Die Mittel gegen wunde Brustwarzen im Einzelnen:
– Lanolin in Salbenform und als Heilwolle
– Muttermilch
– Brustwarzenschoner
– Stillhütchen
– Thermopads
– Zinnhütchen

Ich weiß leider wovon ich rede. Denn ich habe so ziemlich alles ausprobiert, was es an Hausmittelchen gibt.

Ich bin versucht, die Geschichte zu erzählen, wie ich mir aus Verzweiflung mit einer Nadel in die Brustwarze gestochen habe, da eine Blutblase meine Milchdrüse verstopft hat.

Das mache ich aber nicht. Ich bin ja kein Unmensch.

Das Problem an der Sache: Abstillen kann auch nicht die erste Lösung sein. Es gibt schließlich gute Gründe, die für die Muttermilch sprechen.

Denn Stillen ist auf lange Sicht gut für Baby und Mama. Alle Nährstoffe, die das Baby für eine gesunde Entwicklung braucht, sind in der Muttermilch enthalten. Darüber hinaus stärkt Stillen die Abwehrkräfte, es reguliert Hormone, es fördert die Bindung und es ist – wenn es erstmal klappt – einfach schön.

Nachdem ich persönlich die erste, harte Zeit überwunden hatte, habe ich 2 Jahre und 2 Monate gestillt. Bis auf vereinzelte, mehr oder weniger zärtliche Bisse völlig ohne Probleme.

(Übrigens, kleiner Einschub. Diesen Artikel bitte nicht falsch verstehen. Wer nicht Stillen kann oder nicht Stillen will, der muss kein schlechtes Gewissen haben und ist erst recht keine Rechenschaft schuldig. Moderne Ersatzmilch ist tatsächlich ein echter, guter Ersatz. Eure Babys werden genauso schnell zu unmöglichen Kleinkindern heranwachsen wie alle anderen auch.)

Aber zurück zu denen, die Stillen wollen aber gemerkt haben, dass das ziemlich unangenehm sein kann.

Die gute Nachricht: Die Zeit von endlosem Genuckel, Kampf beim Anlegen und schmerzenden, blutenden Brustwarzen wird irgendwann vorbei sein. Je besser und geübter ihr und auch euer Kind beim Anlegen und Nuckeln werdet, desto besser geht es und desto weniger wird es schmerzen.

Jetzt geht es aber erstmal darum, wie ihr diese scheinbare endlose Zeit so gut wie möglich hinter euch bringt. Denn seien wir mal ehrlich. Wenn euch ein hungriges Kind anschreit, euch aber die Brust so weh tut, dass ihr am liebsten gleich mitheulen wollt, dann muss eine Lösung her.

(Und die Lösung kann nicht sein, dass euch irgendjemand den guten Ratschlag gibt einfach durchzuhalten, da wir ja von der Natur fürs Stillen gemacht wurden.)

Warum werden Brustwarzen überhaupt wund?

Stillen ist so ähnlich wie Sport – man muss trainieren

In den meisten Fällen werden Brustwarzen vom Stillen wund weil Mutter und Kind keine Erfahrung damit haben.

Stillen muss man – wie das meiste im Leben – lernen.

Übrigens gibt es in fast jeder Klinik und in jedem Ort inzwischen Stillberaterinnen, die ihr oft schon direkt nach der Geburt zu Rate ziehen könnt. Fragt nach und nehmt das in Anspruch!

Viel Wissen, das früher über Generationen weitergegeben wurde, ist heute verloren gegangen ist. Viele Frauen haben noch nie einer anderen Frau beim Stillen zugeschaut, sind nicht in einem großen Familienbund aufgewachsen. Sie können nicht von älteren Frauen lernen. Sie können nicht mal eben Mama, Großmama, Tante um Rat und Hilfe bitten.

Auch die Hebamme ist nicht immer griffbereit oder kann die richtige Auskunft geben.

Und der Kinderarzt… Na ja. Oft nicht unbedingt der beste Ratgeber…

Wenn ihr euch im Netz umseht, dann findet ihr zahlreiche Artikel, Videos, Forenbeiträge, in denen die richtige Technik erklärt wird. Es hört sich alles einfach und logisch an.

Und trotzdem.

Fühlt euch nicht schlecht, wenn die Brust trotzdem schmerzt, wenn ihr trotzdem wund werdet. So einfach wie das dargestellt wird ist es nämlich nicht.

Realistisch gesehen dauert es einfach, bis Mutter und Kind den Trick raus haben.

Das heißt aber noch lange nicht, dass ihr in dieser Zeit ohne Linderung leiden sollt. Bis ihr zuverlässig euer Kind richtig anlegen könnt, ist es absolut legitim, die Schmerzen zu lindern.

Stillen ohne wunde Brustwarzen

 

Oder weil der Säugling ein Problem hat

Der zweite Grund kann ein Lippen-Bändchen beim Neugeborenen sein. Dann werdet ihr Schwierigkeiten haben, euer Baby überhaupt jemals richtig anzulegen. Falls ihr das vermutet, solltet ihr unbedingt den Kinderarzt aufsuchen.

Oder fragt einfach grundsätzlich bei einer der ersten U-Untersuchungen nach. Es schadet nicht, das prüfen zu lassen.

Oder wegen bösen Bakterien

Und dann gibt es natürlich noch die echte Brustentzündung (Mastitis). Auch da kann euch nur ein Arzt weiterhelfen.

Eine Mastitis entsteht, wenn Bakterien ins Brustgewebe eindringen oder die Milch durch einen Milchstau blockiert wird.

Eine Brustentzündung führt meistens zu einer festen, spannenden, knotigen Brust. Oft wird die Brust auch heiß und fühlt sich schwer an. Es kommt Fieber dazu, Schmerzen und ein generelles Krankheitsgefühl.

Das größte Risiko für eine Brustentzündung besteht im ersten Monat nach der Entbindung. Danach verringert sich das Risiko drastisch.

bei Brustentzündung zum ArztGeht sofort zum Arzt, wenn ihr vermutet, dass eure Brust entzündet ist.

Eine Brustentzündung kann im Normalfall gut und gezielt behandelt werden und ihr könnt normal weiterstillen. Weder die Bakterien noch die Medikamente, die ihr bekommt, sind schädlich für den Säugling.

 

Aber gehen wir mal davon aus, dass es bei euch – wie in den meisten Fällen – an der Stilltechnik liegt, die wahrscheinlich mit der Zeit und mit Übung (und eventuell mit Unterstützung von Hebamme und Stillberaterin) besser werden wird.

Dann könnt ihr euch mit der Frage beschäftigen, was ihr in der Zwischenzeit tun könnt, um die Symptome zu lindern.

Denn nur weil ihr die Ursache für die wunden Brustwarzen kennt, tun sie noch lange nicht weniger weh.

Aber was genau muss so ein Heilmittel für wunde Brustwarzen können?

Die Liste der Kriterien für ein gutes Heilmittel…

… ist relativ kurz.

  1. Es muss verträglich für den Säugling sein
  2. Es muss helfen

Hausmittel gegen wunde BrustwarzenUnd da haben wir auch schon das Problem. Denn die beiden Punkte vertragen sich nicht so wirklich miteinander.

Es gibt Vieles, das hilft. Aber das meiste davon möchte man nicht unbedingt direkt auf die Brust auftragen. Denn damit gelangen sämtliche Wirkstoffe direkt in den Mund, auf die Schleimhäute und in den Verdauungstrackt eines neugeborenen Kindes. Suboptimal.

Und eine Grundreinigung der Brust vor jedem Stillen ist gerade in der ersten Zeit einfach unpraktisch. Und wenn die Brustwarzen schon gereizt und wund sind, dann ist es außerdem schmerzhaft.

An dieser Stelle einen lieben Gruß an alle Mamis, die seit 6 Stunden mit Kind im Arm und schmerzender Brust auf dem Sofa sitzen und sich durch das Cluster-Feeding quälen.

Blumengruß für stillende Mütter

 

 

Dinge, die ihr auf gar keinen Fall tun sollt

Habt ihr schon mal eure Oma oder besser noch Schwiegermutter gefragt, was ihr tun könnt, um eure Brustwarzen auf das neue Baby vorzubereiten? Und was ihr gegen die Schmerzen beim Stillen tun könnt?

Oder kennt ihr vielleicht eine Hebamme im Ruhestand? So eine vom alten Schlag?

Dann habt ihr den ein oder anderen der folgenden Tipps vielleicht schon gehört.

AaaaahhhhhhhhhhDAS IST EINE LISTE VON DINGEN, DIE IHR AUF KEINEN FALL TUN SOLLT. NIE. BITTE NICHT TUN!!!

  • Die Brustwarzen während der Schwangerschaft regelmäßig mit grobem Sandpapier bearbeiten – !!!
  • Zitronensaft auf die Brustwarzen geben – !!!
  • Vaseline – ist paraffinhaltig (Mineralöl) und ganz schlecht fürs Kind.
  • Zucker – kann Brustentzündungen begünstigen. Bakterien lieben Zucker.
  • Johanniskrautöl – steht in Verdacht krebserregend zu sein und hat auf der Brust und in Babys Mund absolut nichts zu suchen.
  • Lokale Betäubungssalben, z.B. mit Lidocain – Diese gehen aufs Kind über.
  • Alles was Alkohol enthält, denn dieser trocknet die Haut weiter aus.

Gut. Das haben wir hinter uns. Ich möchte auch gar nicht weiter auf die einzelnen Punkte eingehen, denn ich habe jetzt schon Alpträume.

Zum Glück gibt es ein paar Mittel, die schonend, ohne Nebenwirkungen für Baby und Mama sind und durchaus helfen können.

Diese schauen wir uns jetzt etwas näher an.

Lanolin gegen wunde Brustwarzen

Lanolin wird auch Wollwachs genannt. Es wird in den Talgdrüsen von Schafen gebildet und kann in Form von Salbe in der Apotheke und in Drogerien gekauft werden.

Lanolin nimmt Wasser sehr gut auf und gibt es anschließend über längere Zeit nach und nach an die Haut ab. Dadurch reguliert es den Wasserhaushalt der Haut und wirkt pflegend.

Es unterstützt die sogenannte feuchte Wundheilung. Man findet Lanolin deshalb oft in Hautschutzcremes, Wundsalben und Babypflegeprodukten.

Im Gegensatz zu Vaseline ist Lanolin für die Schleimhäute unempfindlich und hat auch sonst keine negativen Auswirkungen auf den Säugling.

Trotzdem sollte überschüssiges Lanolin vor dem Stillen von der Brust entfernt werden. Das trifft nicht zu, wenn ihr kein reines Lanolin sondern eine Lanolinhaltige Brustwarzensalbe speziell für stillende Mütter verwendet (unten verlinkt).

Lanolin selbst ist wasserunlöslich, kann also nicht mit reinem Wasser von der Haut entfernt werden.

Wer keine lanolinhaltige Salbe verwenden möchte, der kann auch auf Heilwolle gegen wunde Brustwarzen zurückgreifen. Auch diese enthält Lanolin und wird einfach in den BH eingelegt.

Vorteile von Lanolin

  • Zieht gut in die Haut ein
  • Befeuchtet die Haut
  • Unbedenklich für den Säugling
  • Kann auch zur Säuglingspflege (z.B. bei Wundsein) verwendet werden
  • Wenn eine entsprechende Salbe verwendet wird (Herstellerangaben beachten) muss diese vor dem Stillen nicht entfernt werden

Nachteile von Lanolin

  • Lanolin kann allergische Hautreaktionen auslösen
  • Heilwolle kann ziemlich nach Schaf riechen
  • Heilwolle nicht bei offenen Wunden verwenden
  • Heilwolle sollte nicht in den Mund des Säuglings geraten

Wann ist Lanolin geeignet

Lanolin ist ein natürliches Heilmittel, das beanspruchte Haut schützt, pflegt und geschmeidig hält. Es ist sowohl ein Mittel zur Vorbeugung, als auch ein Mittel zur Heilung von wunden Brustwarzen. Achtet dabei auf jeden Fall darauf, die Salbe regelmäßig aufzutragen, auch wenn die Brustwarzen gerade nicht schmerzen.

Es schadet in keinem Fall, eine Tube Lanolinsalbe zu Hause zu haben. Es lässt sich vielseitig verwenden und ist ein natürliches Pflegeprodukt in vielen Lebenslagen. Z.B. bei wundem Babypopo, trockenen Lippen oder auch zum Schutz von empfindlicher Babyhaut im Winter.

Die Wahl von Salbe oder Wolle ist Geschmackssache. Ich persönliche ziehe die Salbe vor, da sie vielseitiger ist und nicht nach Schaf riecht.

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Muttermilch gegen wunde Brustwarzen

Sehr praktisch: Muttermilch habt ihr immer dabei und sie kostet nichts. Außerdem hilft sie so ziemlich gegen alles. Sagt man.

Sie unterstützt nachweislich die feuchte Wundheilung.

Dabei ist die Anwendung denkbar simpel. Einfach einen Tropfen Muttermilch über die Brustwarze streichen und trocknen lassen. So oft wiederholen wie es geht.

Vorteile von Muttermilch

  • Muss nicht extra gekauft, gelagert und frischgehalten werden
  • Ist immer dabei
  • Natürlicher und gesünder für das Baby geht nicht

Nachteile von Muttermilch

  • Die Heilungseigenschaften sind eingeschränkt
  • Es trocknet sehr schnell und verschwindet natürlich auch in der Kleidung

Wann ist Muttermilch geeignet

Auch Muttermilch ist aus meiner Sicht eher etwas für die Vorbeugung von wunden Brustwarzen. Es kann nicht schaden, daher probiert es einfach aus.

Aber wenn die Brustwarzen erstmal wund sind, dann müssen oft schwerere Geschütze her als die eigene Muttermilch.

Vor allem auch deshalb weil Muttermilch sehr schnell wieder eintrocknet oder von der Kleidung aufgesogen wird. Sie hat oft gar nicht die Gelegenheit ihre Heilwirkung zu zeigen.

Brustwarzenschoner gegen wunde Brustwarzen

Brustwarzenschoner werden gerne auch Donuts genannt – natürlich wegen ihrer Form. Sie sind im Grunde ein großer, gepolsterter Ring oder eine Silikonschale mit einem Loch in der Mitte. Da hinein kommt die Brustwarze und ist somit vor jeglicher Reibung und damit Reizung geschützt.

Der Donut schützt vor allem vor Reibung durch Kleidung und vor unabsichtlicher Berührung. Beides kann bei wunden Brustwarzen äußerst unangenehm sein.

Mit dem Brustwarzenschoner muss man keine Angst haben, dass Rückstände bleiben, die beim Säugling im Mund hängen bleiben könnten. Er wird einfach vor dem Stillen entfernt und nach dem Stillen wieder in den BH eingelegt.

Natürlich besitzt der Donut keine eigenen Heilungseigenschaften. Er gibt der Brust nur Raum, selbst zu heilen. Und ihr könnt ihn natürlich jederzeit mit z.B. Salbe oder Muttermilch kombinieren.

Vorteile von Brustwarzenschonern

  • Bedenkenlos während der Stillzeit verwendbar
  • Einfache Anwendung
  • Sofern sie sitzen, sind sie sehr angenehm zu tragen
  • Fördert die Luftzirkulation und damit die Heilung
  • Kann mit anderen Heilmitteln kombiniert werden

Nachteile von Brustwarzenschonern

  • Keine eigenen Heilungseigenschaften
  • Bei sehr empfindlichen Brüsten kann der Schoner selbst schon Unbehagen verursachen
  • Verrutscht gerne

Wann sind Brustwarzenschoner geeignet

Wenn eure Brustwarzen sehr schmerzen oder auch sehr empfindlich sind, dann helfen Brustwarzenschoner, sämtliche Reibung und Berührung zu vermeiden.

Ihr müsst allerdings selbst ausprobieren, ob die Schoner dabei helfen, oder vielleicht sogar noch mehr Irritation verursachen. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen. Eventuell hilft es, noch ein zweites Produkt auszuprobieren.

Sie können in jedem Fall gut mit anderen Heilmitteln wie Salbe oder Muttermilch verwendet werden.

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Stillhütchen gegen wunde Brustwarzen

Stillhütchen sind aus Silikon und werden vor dem Stillen über die Brustwarze gestülpt. Oft werden sie am Anfang verwendet, damit es Neugeborene einfacher haben, das Trinken zu lernen.

Denn Stillhütchen machen es für den Säugling einfacher, die Brustwarze zu fassen. Je nach Form der Brustwarze kann das einem Wundwerden vorbeugen.

Für das wirkliche Heilen einer wunden Brust ist das Stillhütchen allerdings nur vorübergehend geeignet.

Außerdem muss die Größe passen, sonst verschlimmert sich die Situation vielleicht noch. Das passiert vor allem dann, wenn zu wenig Brustwarze im Mund des Babys ankommt.

Vorteile von Stillhütchen

  • Sie lassen keine Rückstände auf der Brust zurück
  • Können schnell angelegt und wieder entfernt werden
  • Erleichtern das Trinken und beugen so wunden Brustwarzen vor

Nachteile von Stillhütchen

  • Stillhütchen sollten individuell auf die Größe der Brustwarze angepasst werden
  • Stillhütchen können den Milchfluss stören
  • Stillhütchen sollten alle 24h ausgekocht werden
  • Das Risiko von Infektionen kann erhöht sein

Wann sind Stillhütchen geeignet

Stillhütchen sind aus meiner Sicht nur eingeschränkt für wunde Brustwarzen zu empfehlen. Ich würde nur dann dazu raten, wenn die Form der Brustwarze so ist, dass das Baby Probleme beim Trinken hat. Am besten eine Hebamme oder Stillberaterin zu Rate ziehen.

Wir empfehlen Stillhütchen nur dann zu verwenden, wenn ihr alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft habt.

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Thermopads gegen wunde Brustwarzen

Thermopads sind kleine Polster zum Auflegen auf die Brust. Diese könnt ihr entweder vorher erwärmen oder kühlen.

Erwärmt ihr sie, dann regen sie den Milchfluss an.

Tragt ihr sie gekühlt, dann lindern sie eine gebeutelte Brust. Nicht nur bei wunden Brustwarzen tut das gut.

Vorteile von Thermopads

  • Schnell entfernt und wieder aufgelegt
  • Können warm und kalt verwendet werden
  • Können auch für andere Zwecke verwendet werden
  • Sehr angenehm, auch wenn die Brust nicht wund sondern nur beansprucht wird
  • Können mit anderen Mitteln kombiniert werden

Nachteile von Thermopads

  • Unterstützen die Heilung, haben selbst aber keine heilenden Eigenschaften
  • Können nicht außer Haus getragen werden
  • Müssen vorher gekühlt oder erwärmt werden

Wann sind Thermopads geeignet

Thermopads sind gut und tun gut. Sie sind eine Wohltat für die Brust und helfen auch dann, wenn ihr Probleme mit dem Milchfluss habt. Allerdings ist die echte Heilwirkung für wunde Brustwarzen gering.

Sie sind für die Schmerzlinderung aber sehr gut geeignet und machen vor allem Frauen mit empfindlichen Brüsten das Leben ein bisschen angenehmer.

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Zinnhütchen gegen wunde Brustwarzen

Mein persönlicher Favorit gegen wunde Brustwarzen sind Zinnhütchen. Als es ganz schlimm wurde, waren diese das Einzige, das mir in sehr kurzer Zeit Linderung verschafft hat.

Sie sind – wie der Name schon sagt – kleine Hütchen aus Zinn, die über die Brustwarze gestülpt werden. Darüber muss ein BH oder Stillbustier getragen werden. Die Hütchen haften nicht von alleine.

Vor dem Aufsetzen gibt man ein wenig Muttermilch in die Hütchen oder benetzt die Brustwarze damit. Dadurch wird die Haut feucht gehalten, wird wieder geschmeidig, und die Wundheilung wird begünstigt. Jetzt können auch endlich die heilenden Eigenschaften der Muttermilch genutzt werden.

Sie ersetzen auch die schon oben erwähnten Brustwarzenschoner, denn sie erfüllen die gleiche Funktion.

Die Hütchen sind außerdem sehr langlebig. Auch bei mehreren Kindern reicht eine einzige Anschaffung.

Vorteile von Zinnhütchen

  • Keine Rückstände, die bei Baby im Mund landen könnten
  • Einfache Anwendung
  • Zusätzlicher Schutz der Brustwarze vor Reibung
  • Begünstigt die feuchte Wundheilung
  • Können mit Muttermilch verwendet werden
  • Langlebig

Nachteile von Zinnhütchen

  • Können nur in Verbindung mit einem BH oder Stillbustier getragen werden
  • Sollten nicht in Verbindung mit Lanolin oder anderen Salben verwendet werden

Wann sind Zinnhütchen geeignet

Zinnhütchen sind dann geeignet, wenn die Brustwarzen bereits wund sind. In Verbindung mit Muttermilch begünstigen sie die feuchte Wundheilung und verschaffen oft schon in kurzer Zeit Linderung.

Sie verringern außerdem Schmerzen durch Reibung oder unabsichtliche Berührung der Brustwarzen.

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Unser Fazit und unsere Empfehlung

Wenn ihr Probleme mit den Brustwarzen habt, dann greift am besten gleich an zwei Fronten an.

Langfristig gesehen müsst ihr die richtige Stillposition finden und das richtige Anlegen üben. Klappt es nicht von selbst, dann sucht euch Unterstützung in Form von einer Hebamme oder einer Stillberaterin.

Adressen findet ihr hier: http://www.lalecheliga.de/

Erleidet aber in der Zwischenzeit nicht unnötig eure Schmerzen. Besorgt euch Lanolinsalbe zur Vorbeugung. Wenn das nicht reicht, dann probiert Zinnhütchen in Verbindung mit Muttermilch aus.

Und wenn es dann immer noch nicht besser wird: Geht zum Arzt!

Geht außerdem zum Arzt, wenn ihr auch nur einen leisen Verdacht habt, dass es sich um eine Brustentzündung (Mastitis) handeln könnte.

Klärt mit dem Kinderarzt ab, ob beim Säugling alles in Ordnung ist.

In diesem Sinne wünschen wir euch eine harmonische, schmerzfreie und positive Stillzeit.

 

 

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Photo by c r zDaquella manerajessicafmsdminor81 on Visual Hunt / CC BY-SA

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